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Volker Braun liest in Userin
Der 1939 geborene Schriftsteller verstand es immer wieder, gegen den Widerstand der Literaturbürokratie in seinen Dramen und Romanen politische Tabus zu verarbeiten.
Während viele DDR-Autoren seiner Generation politisch resignierten und in den Westen zogen, blieb Braun trotz starker politischer Restriktionen in der DDR. Dabei gehört er zu jener Generation, die von den Nachkriegs- und Aufbaujahren geprägt waren. Nach dem Abitur 1957 arbeitete er zunächst im Kombinat „Schwarze Pumpe“, bevor er ein Philosophiestudium in Leipzig aufnahm. Seine frühen Gedichte sind noch von Revolutionspathos und Optimismus getragen. Helene Weigel holte ihn 1965 ans Berliner Ensemble, wo sein erstes Stück „Der Kipper“ inszeniert – und später verboten – wurde. Erneut heftige Kontroversen verursachte der „Hinze Kunze“- Roman. 1976 gehört er zu den Unterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung Biermanns. Braun erhielt 1988 den Nationalpreis der DDR und 2000 den Georg-Büchner-Preis. Karten: 03981 200949
Quelle: Nordkurier vom 22.08.2008




