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Ein voller Saal, große Künstler und viel Musik


„Ich bin überwältigt – und sehr glücklich“, sagt Stefan Hempel erleichtert. Gerade hat er nach seinem Vorspiel mit der Geige beim Preisträgerkonzert in der Remise auf der Schlossinsel in Mirow erfahren, dass er den 1. Platz belegt hat.

Mirow. „Ich bin überwältigt – und sehr glücklich“, sagt Stefan Hempel erleichtert. Gerade hat er nach seinem Vorspiel mit der Geige beim Preisträgerkonzert in der Remise auf der Schlossinsel in Mirow erfahren, dass er den 1. Platz belegt hat. Damit hatte der gebürtige Leipziger nicht gerechnet.
„Man sieht sich selbst am kritischten“, sagt er und wischt sich ein paar Tropfen von der Stirn. Die große Anspannung ist noch nicht ganz von ihm gewichen. Dabei war es gar nicht das erste Mal, dass er am „Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine“ beim „Festival der Künste“ in Mirow teilgenommen hat. Schon im vergangenen Jahr genoss er – bei besserer Witterung – den Aufenthalt in der reizvollen Landschaft, wie er meint. Er sicherte sich den 2. Platz. Dass es diesmal sogar mit der Goldmedaille klappte, ist für ihn kein Grund, nicht noch ein drittes Mal dabei sein zu wollen. „Ich komme gerne nochmal wieder“, kündigt er an. Denn das Spielen vor Publikum sei für ihn eine Herausforderung.
Und Publikum gab es reichlich am Sonnabend Abend in der Remise – so viel, dass die Stühle knapp wurden. Einige zuletzt gekommene Zuhörer nahmen es in Kauf, das Konzert mit den deutschen und koreanischen Talenten, die teilweise auf internationale Künstlerkarrieren hoffen lassen, im Stehen zu verfolgen. Und enttäuscht wurde niemand. Ganz besonders Min Hee Lee aus Korea spielte sich mit dem Violinkonzert d-Moll, 1. Satz, von J. Sibelius in die Herzen der Zuhörer. Der Applaus wollte nicht abreißen, und schließlich war sie es, die beim nachfolgenden Empfang im Kavaliersgebäude mit dem Publikumspreis geehrt wurde. Aber auch der 12-jährige Nathan Cho (Korea), der erst seit vier Jahren spielt und in seiner Altersklasse Platz 2 belegte, faszinierte. Sigrun Stahlschmidt, Vorsitzende des Residenzschlossvereins, dankte allen Sponsoren und bekundete ihre Hoffnung, dass im nächsten Jahr das Galakonzert vielleicht schon im Festsaal des Schlosses stattfinden kann. „Das ist unser aller Wunsch“, sagte sie.

 

Quelle: Nordkurier vom 01.10.2007




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