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Jugendherberge ist Partner des Nationalparks


Draußen im Grünen ist für die Schüler die Photosynthese der Pflanzen auf ganz andere Weise zu verstehen als beim Unterricht im Klassenzimmer.

Mirow. "Draußen im Grünen ist für die Schüler die Photosynthese der Pflanzen auf ganz andere Weise zu verstehen als beim Unterricht im Klassenzimmer. Wir wollen in Zukunft viel enger zusammen arbeiten, um zum Beispiel mehr außerschulische Bildung anzubieten", berichtet Gunnar Redmer, Leiter der Jugendherberge Mirow 21, die jetzt Müritz-Nationalpark-Partner ist und auch darum mehr zusammen mit der Nationalparkverwaltung auf die Beine stellen will. Es gibt zwar schon eine Reihe solcher Partner, die Jugendherberge ist aber der erste, der Umweltbildung macht und ebenfalls der erste, der eine Kinder- und Jugendeinrichtung ist, informiert Gunnar Redmer.
"In der gemeinsamen Arbeit wollen wir über den Tellerrand hinausgucken und Projekte entwickeln, zusammen sind die Potenzen natürlich größer", betont Kerstin Schäfer, im Nationalparkamt Leiterin des Sachgebietes Umweltbildung und des Jugendwaldheims Steinmühle. Nach dem Überreichen der Partner-Urkunde durch sie an Gunnar Redmer ging es gleich an die konkrete Arbeit. Die beiden setzten sich mit Sophie Eckenstaler aus Berlin, die im Nationalpark gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, zusammen. Dann ging es um Umwelt-Bildungsprogramme, die gemeinsam entwickelt werden sollen. Sie sind gedacht für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersklassen, die auch über die Grenzen von Mecklenburg-Strelitz hinaus für die Teilnahme gewonnen werden.
Die Programme für die außerschulische Bildungsarbeit orientieren sich am Schulstoff, so dass zum Beispiel Themen direkt in der freien Natur ergänzt und aus anderem Blickwinkel betrachtet werden können. Gunnar Redmer macht das an einem Beispiel deutlich: "Wir bieten eine Kräuterwanderung an, um Schulstoff anzureichern. Wenn die Schüler das Thema hören, gibt es zunächst Ablehnung. Aber wenn wir dann losgehen, sie die Kräuter sehen, riechen und schmecken, wird das ganze eine interessante Sache, die Schüler erleben das Thema mit allen Sinnen."
Wie diese zu entwickelnden Projekte für die außerschulische Arbeit umgesetzt werden sollen, ist noch nicht entschieden. "Ob wir sie dann als Amt, das über das Jugendwaldheim verfügt, und Jugendherberge gemeinsam in der Hand behalten oder die Unterlagen an andere weitergeben, ist noch zu überdenken", sagt Kerstin Schäfer. Und Gunnar Redmer gibt zu bedenken, dass die beiden neuen Partner mit der Jugendherberge und dem Jugendwaldheim sehr gute Voraussetzungen haben, die außerschulische Bildungsarbeit vor Ort auszuführen.

 

Quelle: Nordkurier vom 02.10.2007




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