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Doppelter Grund zum Feiern im Kulturstall
Hausherrin Dagmar Wenndorff wurde 65 Jahre alt. Der von ihr im September 2003 zu Leben erweckte Kultur-Ort besteht fünf Jahre. 150 geladene Gäste ließen es sich gemeinsam mit dem Geburtstagskind und ihrem Hund „Polly“ im Stall und unterm Walnussbaum gut gehen und pflegten, was auch sonst zu dem Ort gehört: Kunst und Kommunikation. Und alle durften sich an einem auserlesenen Programm hochkarätiger Darbietungen laben. Da waren unter anderem die „Rabauken“ mit Sabine Liebscher und Christel „Stini“ Brauer aus „Jugendzeiten“, als die beiden Frauen noch mit Dagmar Wenndorff zusammen im Kabarett über die Dörfer zogen und es bis zu einem Auftritt vor 1500 Menschen bei den Arbeiterfestspielen in Dresden brachten. Es kamen aber auch viele Künstler, die in den fünf Jahren Kulturstall für ein volles Haus sorgten. Die Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser strapazierte die Lachmuskeln mit Texten der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt. Simone Reifegerste sang berührende Soulballaden. Bert-Eugen Wenndorff, Marc Rose und Christoph Piel überzeugten mit rockigen Klängen. Die Sängerin Aurora Lacasa debütiert zwar erst im Oktober im Kulturstall, entzückte aber vorab mit Chansons. Das Geburtstagskind selbst freute sich unbändig über die Gratulantenschar und die herzerwärmenden Glückwünsche. Vor fünf Jahren habe sie mit dem Stall auch ihr Leben entrümpelt, blickte die Jubilarin auf die Kultur-Anfänge in der Spielstätte. Zwischen Mai und Oktober gibt es seitdem regelmäßig musikalische und literarische Programme, meist vor ausverkauftem Haus. Der in Userin seit 1992 gelebte Kultursommer erhielt damit einen kräftigen Qualitätsschub. 2006 hat der Kulturstall sogar noch Nachwuchs bekommen, den „Kultursalon“. Er offeriert in der veranstaltungsarmen Jahreszeit manches „Schmäckerchen für die Kunstseele. Der Kulturstall öffnet seine Türen wieder am 14. September. Dann liest Hermann Kant aus seinen Büchern.
Quelle: Nordkurier vom 09.09.2008




