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Mirandolina im strafferen Gewand
Ein abgebrannter Marchese, ein neureicher Graf und ein zwielichtiger Kellner wetteifern liebestoll um die Gunst der hinreißenden Mirandolina. Sie überhäufen die Wirtin eines kleinen Gasthauses in Florenz mit funkelnden Geschenken, ehernen Schwüren und schmachtenden Blicken.Sie aber zieht es vor, selbst über sich und ihre Zukunft zu entscheiden und lehnt – erst einmal – dankend ab. Herausgefordert fühlt sie sich als temperamentvolle Frau durch den notorischen Frauenhasser Cavaliere von Rippafratta. Hinter dessen Abneigung gegenüber dem so genannten schwachen Geschlecht wird bald ein ängstlicher Don Quichote in Liebesdingen sichtbar. Mirandolina umgarnt und verführt ihn geschickt, bis auch er ihr zu Füßen liegt.
Wen wird sie erwählen? Den armen Marchese, der sie seines Schutzes versichert – mit abgebrochenem Degen? Den reichen Grafen, der sie mit Geschenken zu überzeugen trachtet? Den bekehrten Weiberfeind, der sie nun zur Göttin erhebt? Oder doch den charmanten Gauner, ihren Kellner Fabrizio, welcher sich seiner Nebenbuhler mittels einer Intrige und zweier sehr verlockender junger Schauspielerinnen zu entledigen sucht?
Und kann das wirklich das Ende der Komödie sein? Der Österreicher Peter Turrini strafft die berühmte Vorlage Carlo Goldonis, zeichnet die Charaktere mit pointiertem Sprachwitz und schenkt der turbulenten Handlung ein überraschendes Finale.
Matinee: Sonntag, 14. September, um 11 Uhr im Landestheater Neustrelitz; Premiere: Samstag, 20. September, um 19:30 Uhr im Landestheater Neustrelitz
Quelle: Nordkurier vom 12.09.2008




