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Wesenberger Wehr steht vor schwierige Entscheidung
In den nächsten zehn Tagen wollen die Abgeordneten erneut über die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen reden, wie Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) dem Nordkurier mitteilte.
Vor der Sitzung am vergangenen Donnerstag waren auf dem Marktplatz Wesenbergs Feuerwehrfahrzeuge aus Mirow, Wulkenzin und Schwarz aufgefahren. Amtswehrführer Ingo Mahnke (Mecklenburgische Kleinseenplatte) erläuterte vor Ort die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, bevor es dann zur Beratung der Stadtvertreter ging. Hier wurde allen Experten Rederecht eingeräumt, um möglichst viel Hintergrundwissen zu vermitteln. Zu Gast bei den Wesenbergern auch Kreiswehrführer Josef Augustin und vom Landratsamt Jürgen Köhler, Sachgebietsleiter Katastrophen-, Feuerschutz und Rettungsdienst.
Zu entscheiden ist laut Bürgermeister Hamp mit Blick auf den Haushalt 2009 unter anderem, ob zwei kleinere Löschfahrzeuge „LF 10/6“ angeschafft werden oder ein größeres „LF 20/16“ und ein „10/6“. Dabei müssten Vor- und Nachteile abgewogen werden. Letztlich seien natürlich auch die Förderbedingungen zu beachten, denn ohne Zuwendungen von Land und Kreis sei die Investition ohnehin nicht möglich. „Ganz obenan steht für uns die Sicherheit der Kameraden, die Jungs müssen auch wieder gesund vom Einsatz nach Hause kommen. Zweitens brauchen wir Technik, die den konkreten Einsatzbedingungen vor Ort entspricht. Und drittens müssen wir es einfach schaffen, wieder mehr Feuerwehrleute zu aktivieren“, zählte das Stadtoberhaupt auf. Trotz der Brisanz des Themas sei die Diskussion angenehm sachlich verlaufen.
Stadtwehrführer Michael Käding favorisiert für Wesenberg das „LF 20/16“. Das Löschfahrzeug mit der größeren Handlungsbreite entspreche in idealer Weise den hohen Anforderungen an eine Stützpunktfeuerwehr, sagte er auf Nordkurier-Anfrage. Es biete gleichermaßen die Möglichkeit der Brandbekämpfung wie der technischen Hilfeleistung und sei auch auf die eingeschränkte Personalstärke ausgerichtet, die die Wesenberger Wehr werktags aufbringen kann. Das hatte auch Technikverantwortlicher Martin Gohlke vor den Stadtvertretern geltend gemacht. „Es wäre das Schlachtschiff unseres Technikparks“, so Käding hoffnungsvoll. Abgelöst werden soll in der Woblitzstadt ein veraltetes Fahrzeug Baujahr 1973.
Quelle: Nordkurier vom 27.09.2008




