Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Moldawierin siegt beim Kunstfestival


Mirow. Eine überaus positive Bilanz haben die Organisatoren des diesjährigen Festivals der Künste in Mirow gezogen.

Es nahmen mehr Künstler am Violinen-Wettbewerbs um die Internationale Königin Sophie Charlotte Goldmedaille teil als in den sechs Vorjahren und vor allem die Qualität der jungen Violinisten sei so hoch gewesen wie noch nie zuvor, erklärte der Künstlerische Leiter, Professor Sylvio Krause von der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Wer vor Jahren noch gewann, hätte heute nicht mal mehr eine Chance, ins Finale zu kommen, verdeutlichte er den rasanten Qualitätssprung. Teilgenommen haben diesmal 25 Musiker im Alter zwischen 15 und 28 Jahren aus insgesamt 16 Nationen. Unter anderem kamen die Künstler aus Japan, Korea, Russland, aus der Ukraine und selbstverständlich auch aus Deutschland. Alle jungen Leute studieren in der Bundesrepublik und wurden auf den Wettbewerb durch Werbung an ihren Universitäten aufmerksam.
Gewonnen hat am Samstagabend nach dem Auftritt der zwölf Finalisten Alexandra Conunova. Es sei eine ganz klare Entscheidung der Jury gewesen, sagte Krause. Die begabte 19-jährige Moldawierin studiert seit zwei Jahren in Rostock in der Meisterklasse von Professor Petru Munteanu. Sie sei sehr glücklich, hier in Mirow gewonnen zu haben. Es sei nicht ihr erster Sieg bei einem solchen Wettbewerb, aber ein wichtiger, sagte Alexandra Conunova. Denn ein Gewinn sei mehr wert, wenn man ihn gegen starke Konkurrenz errungen habe.
Neben Sigrun Stahlschmidt, Vorsitzende des Vereins „Residenzschloss Mirow“, der mit dem Festival der Künste auf den Zustand des sanierungsbedürftigen Schlosses aufmerksam machen möchte, gratulierte auch der Schirmherr der Veranstaltung, Landes-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU). In seinem Grußwort lobte er das herausragende ehrenamtliche Engagement der Organisatoren und betonte dabei auch die wirtschaftliche, weil saisonverlängernde Komponente, die Veranstaltungen wie dieser innewohnt. Er zeigte sich stolz, solche Talente wie die Finalisten erleben zu dürfen und bezeichnete Conunova als „neue Anne Sophie Mutter“.
Sigrun Stahlschmidt dankte den Sponsoren und verlieh während des Abschlusskonzertes ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das Festival der Künste baldmöglichst nicht mehr in der Remise, sondern im Schloss selbst stattfinden könne. Derzeit seien die Räumlichkeiten zu beengt, so fehle den Künstlern ein Einspielraum, in dem sie sich konzentriert auf ihre Auftritte vorbereiten können.
Alexandra Conunova wurde übrigens während eines kleinen Empfangs nach dem Finale auch mit dem Publikumspreis geehrt. Nicht nur der hochkarätig besetzten Jury, auch den zahlreich erschienenen Zuhörern hatte ihr Vortrag am besten gefallen. Sie hatte ein Stück des polnischen Komponisten Henryk Wieniawski gespielt.

 

Quelle: Nordkurier vom 29.09.2008 




[nach oben] [Feedback] [drucken]