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Zirtower Wiese verwandelt sich in Wald


Zirtow. Vor ungefähr 1000 Jahren war die heutige Zirtower Wiese ein Ausläufer des Rätzsees, der allmählich verlandete.

Etwa 200 Jahre ist es her, dass die Fläche ganz trocken gelegt wurde, um sie als Viehweide nutzen zu können. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird sich die Wiese in einen Wald verwandeln – mit Roterlen und Robinien, berichtete Revierförster Jens Wehden.
Dass dort Bäume wachsen werden, ist der Aufforstaktion „Waldaktie“ zu verdanken, zu der sich rund 40 Teilnehmer einfanden. Angela Wilke, Leiterin des Mirower Forstamtes, in dessen Regie die Pflanzaktion auf der Zirtower Wiese stattfand, erklärte die Hintergründe des Projektes: Eine vierköpfige Familie, die 14 Tage Urlaub macht, setzt etwa 850 Kilogramm Kohlendioxid frei. Das entspricht rund 230 Kilogramm reinem Kohlenstoff. So viel wird in einem Kubikmeter Holz gespeichert, das entspricht in etwa der Masse einer 95 Jahre alten Fichte. Langfristig wird also durch den Einsatz einer Waldaktie ein Ausgleich für das frei werdende Kohlendioxid geschaffen.
Auf Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern entstehen derzeit bei Neustrelitz, bei Mirow, auf Usedom und Rügen Klimawälder. Am Wochenende wurde auch auf Usedom gepflanzt. Der Mirower Klimawald soll bald auf eine Fläche von 2,8 Hektar anwachsen.

 

Quelle: Nordkurier vom 13.10.2008 




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