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Bauspezialisten verputzen Johanniterkirche


Mirow. Ein Teil des neuen Putzes ist bereits dran am Schiff der Johanniterkirche auf der Mirower Schlossinsel.

Kollegen des Bauhandwerkbetriebs Bernd Werdermann Neustrelitz nehmen die Arbeiten vor. „Zunächst wurden die Reste des alten Putzes abgeklopft, dann kommt ein ganz dünner Schleppputz mit der Kelle drauf“, erläuterte Vorarbeiter Jörg Jamm. Dabei kommt es darauf an, dass der Putz so aussieht wie der im 18. Jahrhundert aufgetragene. Damals gab es in der barocken Phase eine bedeutende Umgestaltung des Gotteshauses zur Hofkirche. „Die Denkmalpflege zeigte sich bei der Bauberatung am Montag sehr zufrieden mit dem Putz, den wir schon angebracht haben“, berichtete Jörg Jamm. Sein Team ist schon seit zehn Jahren auf solche Arbeiten spezialisiert, in ganz Norddeutschland war es schon an 120 Kirchen tätig.
An einen Teil des Kirchenschiffes kommt allerdings kein Putz, in einem so genannten Sichtfenster sollen Teile der Backsteingotik aus dem 14. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert schon einmal verputzt wurden, sichtbar bleiben.
Die Vereinigung Kirchturm e. V. Mirow hatte sich dagegen gewandt, dass Chor und Kirchenschiff komplett verputzt werden. „Mehrere Restauratoren, Bau- und Kunsthistoriker haben bestätigt, dass die gewählte Sanierungsmethode unverantwortlich ist“, kritisierte der Vereinsvorsitzende Dr. Hans-Jürgen Lippe. Die Denkmalschutzbehörde war der Kritik des Vereins aber nicht gefolgt.

 

Quelle: Nordkurier vom 15.10.2008 




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