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Initiative kämpft für Erhalt der Brücke


Die Drosedower und die Gemeinde Wustrow, zu der das Dorf gehört, lassen beim Thema Brücke über die Drosedower Bek nicht locker, sie wollen das gesperrte Holzbauwerk retten.

Drosedow. Die Drosedower und die Gemeinde Wustrow, zu der das Dorf gehört, lassen beim Thema Brücke über die Drosedower Bek nicht locker, sie wollen das gesperrte Holzbauwerk retten. Es wurde im vergangenen Jahr abgeriegelt, weil die Statik nicht mehr sicher ist, hieß es aus dem Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte. Die Sperrung sorgte besonders bei Drosedowern und vielen Urlaubern in der Umgebung für Unmut. Das zuständige Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Neubrandenburg erklärte, dass es nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfüge, um Neubau oder Sanierung verwirklichen zu können (der Nordkurier berichtete).
In Drosedow bildete sich eine Bürgerinitiative, die sich die Rettung der Brücke auf die Fahnen geschrieben hat. Durch Spenden will sie Mittel dafür aufbringen. So kamen zum Beispiel beim „1. Bek- Fest“ mehr als 1500 Euro und weitere 340 Euro durch Benefiz zusammen. Thema war die Brücke auch bei einer gut besuchten Gemeindevertretersitzung. Ob die Gemeinde sich in der Form zur Brücke bekennt, dass sie die Sanierung oder den Neubau übernimmt, kann jetzt noch nicht gesagt werden, erklärte Bürgermeister Eberhard Zimmermann und ergänzte: „Es ist geplant, die genauen Kosten zu ermitteln.“ Wenn die Ermittlung vorliegt, sei zu prüfen, ob man dafür Fördermittel einwerben kann und wie die einzusetzen sind.
Und dann ist zu sehen, ob die Gemeinde in der Lage ist, die notwendigen Eigenmittel aufzubringen, führte der Bürgermeister weiter aus. Dabei will ihn auf jeden Fall die Bürgerinitiative unterstützen, sagte Hans-Joachim Hoffmann als Vertreter zu. Das Einsammeln von Spenden gehe im Frühjahr weiter, wenn die Campingplätze in der Umgebung von Drosedow wieder belebt sind.
Vor knapp zwei Monaten hatte die Initiative einen Brief an Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) geschrieben, um ihn über die Sperrung der Brücke zu informieren. „Die Brücke ist sehr wichtig für den Tourismus – auch, weil dort in allen Karten eingezeichnete Radwege drüber führen“, betonte Hans-Joachim Hoffmann. Dem Brief hinzugefügt war eine lange Liste mit Unterschriften von Leuten, die die Wiederherstellung der Brücke fordern. Ein Echo auf den Brief sei aber aus Schwerin noch nicht gekommen, Hans-Joachim Hoffmann will in den nächsten Tagen noch einmal nachhaken. „Ich finde es unerhört, dass es bisher überhaupt keine Reaktion gab.“ „Wenn die Gemeinde den Neubau oder die Wiederherstellung der Brücke übernehmen kann, ist die Ausgabe von Spendenquittungen möglich, weil es sich um eine gemeinnützige Sache handelt“, sagte Eberhard Zimmermann. Unterdessen ist ein Spendenkonto für die Brücke schon eingerichtet. Dazu kann man sich im Amt Mirow unter 039833 2810 erkundigen.

 

Quelle: Nordkurier vom 09.10.2007




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