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Welcome Center auf dem Weg
Gestern Abend jedoch verfielen etliche Mirower in spontanen Applaus. Sie waren extra im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung erschienen, um die Entscheidung des Kreistages zur Schaffung einer gemeinnützigen GmbH als Trägergesellschaft für die Schaffung und Betreibung eines Welcome Centers auf der Mirower Schlossinsel aktuell zu verfolgen. Und sie wurden nicht enttäuscht – mit 25 Ja-Stimmen und 17-mal Nein sprachen sich die Abgeordneten für die Gründung aus.
Vor der Entscheidung hatten CDU, FDP und Linke betont, grundsätzlich für das Welcome Center am Standort Mirow zu sein und die Immobilien auf der Schlossinsel einer sinnvollen Nutzung zuführen zu wollen. Einziger Knackpunkt war der Plan der Kreisverwaltung, dass der Landkreis alleiniger Gesellschafter der GmbH sein soll.
So verwies Arnold Krüger, Fraktionschef der Linkspartei, auf das wirtschaftliche Risiko, das mit dem Welcome Center einhergehe. Zwar könne es als einigermaßen sicher gelten, dass das ehrgeizige Projekt mit 75 Prozent vom Land gefördert werde, allerdings seien die 100 000 Besucher, die laut Kalkulation nötig seien, damit das Projekt auf eigenen Füßen stehe, als zu hoch anzuzweifeln. Das Risiko müsse auf mehrere Schultern verteilt werden. Er verwies hier auf die Stadt Mirow oder auch auf Touristikunternehmen, die von den Besucherströmen unmittelbar profitieren würden.
Hingegen zeigten sich Heiko Kärger, Fraktionschef der CDU, und das Kreistagsmitglied Norbert Pape (CDU), der auch Mirower Bürgermeister ist, zuversichtlich, dass die 100 000 Besucher „bei cleverer Geschäftsführung“, so Pape, zu erreichen seien. Letzterer argumentierte auch, dass eine GmbH mit nur einem Gesellschafter eine vernünftige Lösung sei, um das Projekt möglichst schnell auf den Weg zu bringen. Sigrun Stahlschmidt von der FDP hingegen sah überhaupt kein Problem, die für die Wirtschaftlichkeit nötigen Besucherzahlen zu erreichen – sie verwies auf künftige Synergieeffekte mit dem Schloss Rheinsberg.
Direkt im Anschluss beschlossen die Abgeordneten zudem, einen Namenswettbewerb für das Welcome Center (wir berichteten) auf den Weg zu bringen.
Quelle: Nordkurier vom 23.10.2008




