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Brückenrettung auf ungewöhnliche Art


Die Fleether geben nicht auf, sie wollen die Brücke über die Oberbek retten. Das soll auf eine ungewöhnliche Weise geschehen, wie Stadtvertreter Frank Rahn während der jüngsten Sitzung der Mirower Abgeordneten (Fleeth ist ein Ortsteil) darlegte.

Mirow. Die Fleether geben nicht auf, sie wollen die Brücke über die Oberbek retten. Das soll auf eine ungewöhnliche Weise geschehen, wie Stadtvertreter Frank Rahn während der jüngsten Sitzung der Mirower Abgeordneten (Fleeth ist ein Ortsteil) darlegte. Frank Rahn wohnt in Fleeth – und so wandten sich zahlreiche Fleether an ihn mit der Bitte, sich um die marode, gesperrte Brücke (der Nordkurier berichtete) zu kümmern. Einer der Bewohner der Fleether Bungalowsiedlung erklärte sich als Spender bereit, einen Großteil der erforderlichen Eigenmittel für die Wiederherstellung der maroden Überführung zu geben, unterstützt von weiteren Förderern.
„Die Eigenmittel bringen also die Fleether auf, die Stadt übernimmt laut unserer Beschlussvorlage die Oberbekbrücke in ihr Eigentum und stellt die erforderlichen Förderanträge“, erläutert Frank Rahn die Grundlagen für die Vorlage, die er gemeinsam mit der Stadtvertreterin Sylvia Röseler erarbeitete. Die Abgeordneten stimmten der Vorlage während ihrer Sitzung am Dienstagabend zu. „Jetzt bleibt nach all unseren bisherigen Aktivitäten noch viel zu tun, aber der Anfang ist gemacht. Wir wollen die Brücke retten“, kommentiert Frank Rahn das.
Allerdings gab es zu dieser Beschlussvorlage während der Sitzung auch Irritationen. Bürgermeister Norbert Pape (CDU) beantragte, die Vorlage zurückzustellen, da die Verwaltung ihm keine genauen Informationen zum Thema gegeben hätte. Was wiederum Frank Rahn verwunderte: „Wir hatten den Antrag bereits im März eingereicht“, sagte er. In Zusammenarbeit mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Wolf-Dieter Ringguth habe er Fördermöglichkeiten festgestellt, die bei 95 Prozent liegen. Dazu erklärte die Verwaltungschefin Karola Kahl, dass es mit der Vorlage noch lange nicht um die Wiederherstellung der Brücke und Kosten gehe, sondern zunächst nur um das Bekenntnis. „Und das steht klar und deutlich in der Vorlage“, betonte sie.
Die marode Brücke wurde im Juli vergangenen Jahres vom zuständigen Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Neubrandenburg gesperrt. Dass sie abgerissen werden sollte, empörte die Fleether und die zahlreichen Urlauber dort, so dass es am 14. Juli 2006 zur Demonstration an der Brücke kam, mehr als 70 Abrissgegner versammelten sich. „Ohne Brücke – große Lücke. Für den Erhalt unserer Wanderwege!“ konnte man auf einem Spruchband lesen (der Nordkurier berichtete).
Wer mehr über die Oberbekbrücke wissen oder die Wiederherstellung unterstützen möchte, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 039833 20556 bei Frank Rahn zu melden.

 

Quelle: Nordkurier vom 11.10.2007




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