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Lebendfisch aus Zugnetzen


Ahrensberg. Die Kollegen der Seenfischerei Obere Havel e. G. haben jetzt wieder die Zugnetzfischerei aufgenommen.

Die Fische, die auf diese Art und Weise gefangen ins Netz gehen, werden deutschlandweit als Lebendfisch für Angelsportvereine verkauft. „Ob Hecht, Zander, Barsch, Plötze, Blei oder Schlei – der Absatz läuft sehr gut. Was nicht gleich weggeht, wird geschlachtet und eingefroren für den Sommer“, berichtet Wolfgang Bork, Vorstandsvorsitzender der Seenfischerei. In der wärmeren Jahreszeit ruht die Zugnetzfischerei, weil dann der Transport viel schwieriger wäre. Die optimale Temperatur der Seen für diese Art der Fischerei liegt bei vier bis fünf Grad, erklärt Wolfgang Bork.
Die Seenfischerei besitzt zwei Paar Trommelboote, auf denen die Netze zusammengewickelt liegen. Die beiden Flügel dieser Netze werden im großen Bogen ausgelegt, am Ende befindet sich der Zugnetzsack, in dem sich der Fang sammelt. Von Land aus werden die Netze hydraulisch aufgewickelt, nicht mehr per Hand, diese schwere Arbeit kennt Wolfgang Bork noch aus eigener Erfahrung. „Die Kollegen sind begeistert von den Arbeitsbedingungen, mit den Trommelbooten arbeiten wir seit fünf Jahren“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Das Bootspaar mit dem Netz, das eine Flügellänge von 800 Metern aufweist, wird bei Wesenberg in der Woblitz eingesetzt, das mit 500 Metern Flügellänge im Drewensee bei Ahrensberg.

 

Quelle: Nordkurier vom 01.11.2008 




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