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Training für den Katastrophenschutz
Bei dieser theoretischen Übung im Landratsamt wurde angenommen, dass Maul- und Klauenseuche in einem Rinderstall der Hof Seewalde GmbH ausgebrochen ist.
Deshalb lag die fachliche Führung in den Händen der Referatsleiterin für Verbraucherschutz und Veterinärwesen, Monika Walter. Sie erläuterte zunächst in einem ausführlichen Vortrag, was Maul- und Klauenseuche, auch bekannt unter der Abkürzung MKS, bedeutet, wie die Lage in der erdachten Situation aussehen würde und welche ersten Schritte zur Absperrung des betroffenen Gebietes unternommen werden müssten. Anschließend beschrieben die Vertreter aus den Fachbereichen, welche Schritte sie in diesem speziellen Fall unternehmen müssten. Darauf waren die Mitglieder des Stabes vorbereitet und so wurde beim Besprechen des Ablaufs deutlich, wo es noch offene Fragen oder Abstimmungsprobleme geben könnte.
Landrätin Kathrin Dollinger-Knuth war mit der Stabsübung zufrieden. Sie sagte bei der Auswertung: „Wir wissen in jedem Bereich, welche Aufgaben in einer vergleichbaren Situation zu erfüllen sind, und wir haben die Vorbereitung auf diese Übung genutzt, die Akten zu aktualisieren und Schwachstellen aufzuspüren. Diese werden bis zum Jahresende von Fachbereichs- und Referatsleitern im direkten Kontakt beseitigt.“
Ein großer Vorteil der Übung sei es gewesen, dass die Verknüpfung von Landwirtschaft, Tourismus und Patientenbetreuung eine Rolle spielte. Das sei eine Situation, die im Landkreis Mecklenburg-Strelitz real sein könnte, auch wenn sich nicht alle Seiten des möglichen Falls durchspielen ließen.
In Seewalde zeigten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wustrow und Polizeibeamte den Mitgliedern des Verwaltungsstabes, wie das von einer Maul- und Klauenseuche betroffene Gelände abgesperrt werden müsste. Referatsleiterin Monika Walter erklärte die hygienischen Vorkehrungen wie Seuchenmatten, Schutzkleidung oder den Umgang mit Proben.
Landrätin Kathrin Dollinger-Knuth bedankte sich bei der Polizei und der Bundeswehr, die an diesem Training teilgenommen haben, beim Geschäftsführer der Dorf Seewalde gGmbh, Thomas Gädeke, und den Feuerwehrleuten und Mitarbeitern des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte für die abschließende Demonstration in Seewalde.
Quelle: Nordkurier vom 01.11.2008




