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Entsetzen über Bombodrom-Konzept
So reagierte sie auf das „Konzept für die Nutzung der Luft-Boden-Schießplätze in der Bundesrepublik Deutschland“, über das der Berliner Tagesspiegel berichtet hatte. Der Generalinspekteur der Luftwaffe, Klaus Peter Stieglitz, verdeutliche in dem geheimen Papier erstmals konkret, was die Militärs genau auf dem 120 000 Quadratmeter großen Areal vorhaben. Wenngleich das Bundesverteidigungministerium die Meldungen dementiert hatte, geht Lange davon aus, dass die Bedrohung durch das Bombodrom tatsächlich da ist, denn es soll offenbar als zentraler Übungsplatz für die Nato-Truppen in Westeuropa etabliert werden. Ab spätestens 2017 sollen nicht nur Bombenabwürfe geübt werden, sondern auch Bodentruppeneinsätze.
Barbara Lange befürchtet, dass es Beeinträchtigungen für das ganze Land Mecklenburg-Vorpommern geben könne. Denn die Flughäfen Laage und Trollenhagen seien als Startort ausdrücklich benannt. Damit wäre das Lärmproblem nicht nur im Süden Mecklenburg-Vorpommerns und im Norden Brandenburgs vorhanden. Und wenn auch die Fla-Raketen des Standortes Bad Sülze im Bombodrom erprobt würden, wäre die A 19 Zufahrtsweg für Raketenfahrzeuge. Die 1. Sprecherin kritisiert, dass das jetzt bekannt gewordene Konzept zeige, wie man sich im Ministerium ausgesprochen aggressiv über den Willen und die Belange der Bevölkerung, für die auch der „Freie Himmel“ seit Jahren eintrete, hinwegsetze. „Wir haben es immer gesagt und auch befürchtet, dass die Pläne mit dem Bombodrom auf die Tagesordnung kommen. Jetzt muss jeder etwas tun, es reicht nicht allein, wenn sich Bürgerinitiativen wehren“, betonte Barbara Lange. Jeder müsse sich an seine Bundestagsabgeordneten aus der Region wenden, um zu helfen, dass die Kyritz-/Ruppiner Heide, in der das Bombodrom liegt, zivil genutzt wird.
Was wird die Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“ jetzt unternehmen? „Wir müssen die Nachrichten erst einmal verdauen. Und dann werden wir uns erneut an den Petitionsausschuss des Bundestages wenden um zu erreichen, dass dieses Konzept vom Tisch kommt“, unterstrich Barbara Lange. Sie findet es unglaublich, dass Bürgerwille so ignoriert werde.
Quelle: Nordkurier vom 03.11.2008




