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Beiträge in Wesenberg heftig umstritten
Der Abgeordnete Uwe Gestewitz (BfW) brachte folgenden Tagesordnungspunkt auf die Tagesordnung: Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) als Repräsentant der Stadt im WZV möge im Verband beantragen, dass WZV-Geschäftsführer Ralf Düsel abberufen wird. Nach Auffassung von Uwe Gestewitz habe er Bürger in einer Versammlung am 4. Dezember genötigt und verunsichert. Er habe gesagt, dass die Höhe der Altanschlussbeiträge steigen könne, wenn Bürger in Widerspruch gehen und nicht sofort zahlen (Der Nordkurier berichtete). Das sei eine Drohung, die eines Bediensteten der öffentlichen Hand nicht würdig sei, darum müsse die Abberufung erfolgen, argumentierte Uwe Gestewitz. Außerdem solle Helmut Hamp ebenfalls im Verband beantragen, dass der Rücktritt des Verbandsvorstehers Norbert Pape (CDU) erfolge, weil dieser nicht gegen die Drohung von Seiten Ralf Düsels eingeschritten sei.
Helmut Hamp betonte, dass er als Mitglied des WZV keine Sache kenne, in der Ralf Düsel gegen Rechtsgrundlagen verstoßen habe. Aufgrund seiner Arbeit im WZV und seiner Eindrücke, die er auf besagter Versammlung am 4. Dezember – auf der der WZV bezichtigt wurde, die Menschenwürde zu verletzten – gesammelt habe, könne er den Antrag nicht mittragen.
Edith Sensenhauser (Die Linke) äußerte im Zusammenhang mit dem Antrag ebenfalls Bedenken. Sie habe den Eindruck, dass Ralf Düsel im Rahmen der entsprechenden Gesetze tätig sei: „Er macht nur seine Arbeit“, betonte sie. Bei der Abstimmung erhielt der Antrag zwei Ja- und sechs Gegenstimmen, zwei Stadtvertreter enthielten sich. „Das zeigt, wie unsicher wir in dieser Problematik sind“, kommentierte der Bürgermeister.
Eine Informationsveranstaltung, bei der es unter anderem um die Altanschlussgebühren in der Wesenberger Siedlung geht, findet am Mittwoch, dem 17. Dezember, um 19 Uhr im Wesenberger Rathaus statt. Mit dabei ist der WZV-Geschäftsführer Ralf Düsel.
Quelle: Nordkurier vom 13.12.2008




