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Die gute Seele des Klubs seit fast 18 Jahren


Wesenberg. Seit fast 18 Jahren ist Roswitha Latendorf die gute Seele des Seniorenklubs auf der Wesenberger Burg.

Nachdem der Klub zunächst in Trägerschaft eines Vereins war, machten sich die Frauen später „selbstständig“, organisieren sich ihr Klubleben selbst. „Was wir machen, ist alles unser“, umschreibt Roswitha Latendorf das. Worauf die anderen Frauen gleich betonen, dass sie alles ehrenamtlich macht und „ohne Roswitha nicht viel passieren würde.“ Sogar den Sport leitet sie, der immer montags stattfindet. Dann wird zum Beispiel Gymnastik trainiert, „was früher Freiübungen genannt wurde, als wir in die Schule gingen“, merkt eine der Frauen der Runde an. Auch Gedächtnistraining steht auf dem Programm.
Was die zehn bis 15 Frauen, manchmal sind es auch mehr, regelmäßig in den Klub auf der Burg zieht, ist die Gesellschaft, die sie dort haben. In den Ferien sind es weniger, denn dann sind sie als Omas gefragt, die die Enkel betreuen. Aber sonst: „Warum soll man denn allein zu Hause sitzen und Trübsal blasen? Aber manche trauen sich wohl nicht, zu kommen. Hier unter Leuten ist es doch schön und lustig, jeder ist gern gesehen“, sagt Roswitha Latendorf.
Es geht nicht nur darum, bei einer guten Tasse Kaffee beisammen zu sitzen und zu klönen, der Klub hat ein festes Programm. Montags gibt es Sport, am Donnerstag wird gesungen und am Freitag ist dann Klönnachmittag, dann wird die Woche ausgewertet. Geöffnet ist der Klub auf der Burg montags bis freitags ab 12.30 Uhr.
Zwischendurch gibt es besondere Höhepunkte – wie jetzt gerade die Weihnachtsfeier. Bei solchen Feiern kommen bis zu 60 Leute. Rolf Latendorf, der Mann von Roswitha, machte schöne Musik und erzählte plattdeutsche Witze – er ist auch ein Grund, warum die Feste immer so viele Besucher haben. Roswitha Latendorf organisiert auch Ausflüge. In diesem Jahr ging es zum Beispiel auf dem Dampfer zum Kaffeetrinken nach Neustrelitz. Ausflüge sind nach Weihnachten und Neujahr natürlich auch wieder geplant.
 
Quelle: Nordkurier vom 20.12.2008




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