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Denn im Jahr 2009 soll der alte Barkas, den das Gebäude bislang beherbergte, gegen ein modernes Feuerwehrfahrzeug ausgetauscht werden. Genau genommen handelt es sich um ein neuwertiges Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser, kurz TSFW genannt. Und für den Laien übersetzt bedeutet das: Angeschafft werden soll ein ganz normales Feuerwehrauto, das Platz für den Transport der Truppe bietet und für den Erstangriff gerüstet ist, sprich über einen Wassertank verfügt.
Mindestens 500 Liter soll das Fahrzeug an Bord haben, hat Bodo Piotter, der Wehrleiter der Blankenförder Ortswehr, genaue Vorstellungen. Er hat auch schon einige Zeit beim Stöbern im Internet verbracht, um etwas Passendes ausfindig zu machen. Nagelneu braucht der Wagen nicht zu sein, ist man sich in der Gemeinde einig. Aus Kostengründen wird vielmehr über die Anschaffung eines Jahres- oder Vorführwagens nachgedacht. „Wir kalkulieren mit zirka 72 000 Euro“, berichtet Thomas Müller, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Roggentin, der zugleich Amtsvorsteher ist. Gemeinsam mit Bürgermeister Henry Tesch und natürlich den Feuerwehrkameraden, vorneweg Gemeindewehrführerin Ines Felgner, galt es in der Vergangenheit viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn das Auto sei trotz Eigenanteil der Feuerwehr und dem Zutun der Gemeinde nur mit Hilfe von Spenden und Fördergeldern zu finanzieren. Und normalerweise ist eine Ortswehr, wie Blankenförde es ist, gar nicht förderfähig. Wegen der Lage an
der Peripherie des Amtes und der vorhandenen Entfernung zu den Stützpunktwehren Wesenberg und Mirow sei es aber unabdingbar, dass die Feuerwehr Blankenförde gut ausgerüstet ist, wie Thomas Müller betonte. Noch vor der Sommerpause 2009 soll das Geld für das Auto bereit liegen, nannte Henry Tesch den Fahrplan. Nahezu einmalig sei, wie Thomas Müller erwähnte, dass im Rahmen einer 2007 ins Leben gerufenen Spendenaktion Privatleute für das Fahrzeug gespendet haben und auch Baumaterial zur Verfügung gestellt wurde. 7500 Euro Bares sind auf diese Weise durch bislang über 40 Einzelspender quer durch die ganze Gemeinde und eine Gabe der Jagdgenossenschaft Roggentin zusammengekommen. Und die Spendenaktion läuft noch weiter.
Geht es nach Wunsch, soll das Fahrzeug in der zweiten Jahreshälfte vor dem Feuerwehrhaus vorfahren. Bis dahin werkeln die Kameraden am Gebäude fleißig weiter. Zirka 120 Arbeitsstunden wurden schon geleistet, das Tor an die neue Durchfahrtshöhe angepasst, die Decken abgehängt und gedämmt, damit beim Heizen Energie gespart werden kann und die aufbewahrte Feuerwehrkleidung nicht klamm wird. Geplant ist zudem der Ausbau des Spitzdaches zum Schulungsraum. Darüber hinaus gedenkt die Gemeinde, das Pflaster an der Zufahrt zu erneuern. In der Ortswehr Blankenförde versehen derzeit 12 Kameraden ihren Dienst, auch junge Kräfte sind bereits geworben. Lobenswert sei das Zusammenwirken mit der Ortswehr Qualzow mit Heinz-Gerd Ihlenfeldt an der Spitze und der Gemeindewehr Roggentin. Etwas, was sich übrigens auch bei Ausscheiden schon ausgezahlt hat. Beim jüngsten Amtsausscheid ging ein Großteil der Pokale nach Roggentin, Blankenförde und Qualzow. Und beim Kreisausscheid belegte der Blankenförder Kamerad Hans-Joachim Kroll den 3. Platz.
Quelle: Nordkurier vom 23.12.2008




