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6000 Gäste steigen der Burg aufs Dach
Die beiden Mitarbeiterinnen machten in der zu Ende gegangenen Saison noch drei neue Tendenzen aus: Zum einen geriet der Campingurlaub wieder mehr in den Vordergrund, die Campingplätze waren gut ausgebucht. Weiterhin:
Wesenberg. Die weltweit regelrecht explodierten Metallpreise haben Auswirkungen auch auf Wesenberg und Umgebung: „Mitten im Wald wurden Hinweisschilder für Wanderer und Radfahrer mitsamt den Pfählen ausgegraben und gestohlen“, berichtet Elke Stoll von der Tourist-Information auf der Wesenberger Burg am Rande des Gesprächs über die zu Ende gegangene Urlaubssaison. Zu den wichtigen Daten sagt sie, dass sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Gabi Schnell etwas weniger Übernachtungen als im vergangenen Jahr konstatierte, die Zahlen aber keinesfalls dramatisch sind. „Und der Besucheransturm auf die Burg war in diesem Jahr auf keinen Fall geringer als im vorigen. Wir haben fast 6000 Karten an Gäste verkauft, die auf den Turm, in das Museum und in die Heimatstube wollten“, bilanziert Elke Stoll.
Die beiden Mitarbeiterinnen machten in der zu Ende gegangenen Saison noch drei neue Tendenzen aus: Zum einen geriet der Campingurlaub wieder mehr in den Vordergrund, die Campingplätze waren gut ausgebucht. Weiterhin: Es kamen in diesem Jahr erheblich weniger Radfahrer als 2006, die Unterkunft für nur eine Nacht suchten. Und zum dritten stellten Elke Stoll und Gabi Schnell fest, dass die Nachfrage für Wandern und Radwandern zunimmt. „In diesem Zusammenhang wäre es wirklich wichtig, dass wir bessere Radwege anbieten könnten, Kritik gibt es zum Beispiel über den Zustand des Woblitzrundweges“, berichtet Elke Stoll.
Kritik kommt in der Tourist-Information immer wieder auch zur Ausschilderung an. Und das hängt nicht nur mit den gestohlenen Schildern zusammen, sondern zum Beispiel auch damit, dass an Schildern für Wanderer nicht die Entfernung bis zum Ziel vermerkt ist, berichtet Elke Stoll. Weiterhin wird bemängelt, dass es für Gäste, die von der Autobahn kommen und Wesenberg auf der B 198 durchfahren, nirgends einen Hinweis darauf gibt, dass Wesenberg eine Burg hat.
Gegenwärtig sind Elke Stoll und Gabi Schnell damit beschäftigt, die neuen Klassifizierungen, bei denen es Sterne für die Ferienunterkünfte gibt, vorzunehmen – das muss alle drei Jahre erfolgen. Dabei helfen sie ihrer Kollegin von der Mirower Tourist-Information, Gudrun Wegner ist gegenwärtig allein im Büro, bei der Qualifizierung müssen aber immer zwei Kollegen gleichzeitig dabei sein, erläutert Elke Stoll. Das Gastgeberverzeichnis für das kommende Jahr ist bereits fertig, jetzt wird auf die Korrekturabzüge gewartet. Und Elke Stoll erzählt noch etwas, was die beiden Kolleginnen freut: „Wir werden häufiger als Buchungszentrale genutzt. Es gibt viele Beschwerden über Unterkunftsangebote in Internet, die Fotos zeigen, die viel schöner als die Wirklichkeit seien, so dass die Urlauber dann enttäuscht sind und lieber auf uns vertrauen, weil wir uns hier genau auskennen.“
Quelle: Nordkurier vom 24.10.2007




