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Tefifon ist neues Ausstellungsstück
In den 50er- und 60er-Jahren wurden Musiktruhen mit Radio und Musikabspielgeräten produziert, die mit einem Zwitter zwischen Tonband und Schallplatte liefen. „Das Band hatte Rillen, von denen mit der Nadel der Ton abgegriffen wurde. Dieses System hat sich allerdings nicht durchgesetzt, das gab es nur für kurze Zeit“, erklärt Hannelore Westfalen, die sich mit jedem neuen Ausstellungsstück intensiv beschäftigt. Ob das Tefifon, das sie von einem Mann aus Neustrelitz erhielt, in der Bundesrepublik oder in der DDR produziert wurde, weiß sie noch nicht, das will sie noch herausbekommen.
In der Weihnachtszeit wurden viele neue Ausstellungsstücke in das Museum gebracht, so zum Beispiel alte Fotoapparate und Spielzeug. Von einem Hamburger erhielt sie sehr alte Schallplatten aus Pappe, so eine Art Lochplatten. Dazu hätte Hannelore Westfalen gern noch ein Abspielgerät. Ist da überhaupt noch Platz für mehr Stücke in ihrer „Villa Pusteblume“? „Bevor Leute Dinge in den Container werfen, die für das Museum interessant wären, gucke ich mir das lieber an“, sagt sie. Seit ein paar Jahren verfügt sie auch über ein Plätzchen auf der benachbarten Burg. Dort hätte sie gern mehr Raum, eventuell auch im Rathaus, in dem keine Verwaltung mehr arbeitet. „Das wäre schön, aber irgendwie tut sich die Stadt schwer. Dabei wäre es doch wichtig, interessante Ausstellungsstücke in der Urlauberstadt Wesenberg zu zeigen“, sagt sie zu diesem Thema.
Mittlerweile bereitet Hannelore Westfalen das zehnjährige Jubiläum vor, das Anfang Mai ansteht. Bis dahin ist noch viel zu erledigen und darum freut sie sich, dass ihr ab 1. April über die IPSE wieder eine Hilfskraft vermittelt wird. Das klappte in den Jahren zuvor auch immer gut, sagt sie. Zumal sie in der Saison viel mit den Ferienwohnungen, die sie vermietet, und dem Kaffeegarten zu tun hat. Uli Jacob, der vor Jahren schon über die IPSE in das Museum kam, besucht heute noch die Ausstellungen gern. „Er hat wirklich goldene Hände, mit ihm zusammen baute ich unsere neue Modelleisenbahn auf, die jetzt zu sehen ist“, berichtet Hannelore Westfalen.
Während des Winters hat das Museum keine festen Öffnungszeiten. Man kann aber eine Besuch unter der Rufnummer 039832 21305 mit Hannelore Westfalen vereinbaren. Oder auf gut Glück hingehen, wenn sie da ist, öffnet sie das Museum gern.
Quelle: Nordkurier vom 05.01.2009




