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Mirower wollen Handelsketten halten
In einer Sondersitzung der Stadtvertreter am Donnerstagabend stimmten alle anwesenden Abgeordneten für den vorliegenden Bebauungsplan. Demnach kann der Entwurf für das Vorhaben, der je einen Neubau für die Supermarktketten Edeka und Aldi vorsieht, in der nächsten Ausgabe des Mirower Amtsblattes veröffentlicht werden. Damit sind die Weichen gestellt, eine Abwanderung der beiden Verbrauchermärkte zu verhindern. Kürzlich hatte erst Penny in Mirow seine Pforten geschlossen, was von vielen Anwohnern sehr bedauert wird.
Man habe sich nicht auf eine Erweiterung der aktuell genutzten Hallen einigen können. Beide Handelsketten bestünden auf einem neuen Gebäude und argumentieren damit, dass die vorhandenen Hallen schon alt seien und lange genutzt würden. Die Bedingungen im Handel hätten sich laut Aldi und Edeka in den vergangenen Jahren so drastisch geändert, dass ein Neubau ihrer Meinung nach unumgänglich sei. Zudem sei der Mietvertrag des Aldi-Marktes bereits zum 30. Juni gekündigt, so Bürgermeister Norbert Pape. Der Besitzer der Aldi-Immobilie sei ein so genannter Immobilienfonds, bei dem nicht alle Verantwortlichen für die aktuell vorliegende Problematik Verständnis zeigen würden, erklärte Pape weiter.
In der Mirower Stadtvertretung geht hauptsächlich die Angst um, dass die beiden alten Gebäude der Supermärkte nach der Übergabe der neuen Räumlichkeiten künftig leer stehen könnten. „Es gibt zwar Überlegungen für die weitere Nutzung, aber etwas Konkretes haben wir noch nicht in Augenschein nehmen können“, erklärte Pape während der Sitzung im Mirower Amtsgebäude. Man könne lediglich Spekulationen über eine weitere Vermietung anstellen. Derzeit kursieren in Mirow Gerüchte, wonach die Bauten als Squash-Halle oder als Pflege- oder Seniorenheim genutzt werden könnten.
Quelle: Nordkurier vom 17.01.2009




