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Linienverkehr nimmt „große Fahrt“ auf


Mirow. Mit einem Linienverkehr starten die Schifffahrtsgesellschaften der Mecklenburgischen Seenplatte in die kommende Schifffahrtssaison.

Die geht zwar erst ab Ostern so richtig los, doch bereits jetzt stehen die Fahrpläne fest. Darüber informierte die Chefin der Mirower Schifffahrtsgesellschaft, Heidrun Moderecker-Schott. „Vier Reedereien haben sich zusammengeschlossen, um den Gästen der Region einen noch besseren Service zu bieten“, sagte sie. Praktisch könne man von Plau aus startend jeden Hafen der Seenplatte anfahren, erklärte sie. Zukünftig soll auch Rechlin noch etwas öfter angefahren werden, ließ sie wissen. Durch den Zusammenschluss der vier Redereien zur Reedereigemeinschaft Müritzer Flotte stünden insgesamt 15 Fahrgastschiffe zur Verfügung. Die jeweiligen Teilstrecken seien auf die einzelnen Reedereien verteilt. So werde es möglich, mit dem Schiff von Plau bis nach Mirow zu schippern. „Ich hoffe, dass das gut angenommen wird“, sagte die Geschäftsführerin der Mirower Schifffahrtsgesellschaft.
Derzeit geht es bei der Fahrgastsschifffahrt allerdings noch recht beschaulich zu. Von den sieben Beschäftigten musste über den Winter keiner entlassen werden, informierte die Geschäftsführerin. Man habe hier gemeinsam mit der Agentur für Arbeit eine Lösung finden können, die allen nutzt, hieß es. Fünf Mitarbeiter seien gegenwärtig bei einer von der ARGE in Zusammenarbeit mit dem Überregionalen Ausbildungszentrum Waren (ÜAZ) initiierten Qualifizierungsmaßnahme. „Die Inhalte dieser Maßnahme sind in enger Zusammenarbeit mit den Schifffahrtsgesellschaften und dem ÜAZ nach unseren Bedarfen entwickelt worden. Für uns ist das eine tolle Sache. Unsere Mitarbeiter sind so ganzjährig versicherungspflichtig beschäftigt“, erzählte Heidrun Moderecker-Schott. Die Mitarbeiter werden in den Bereichen Geschichte, Naturkunde, aber auch Floristik geschult, nannte sie nur einige Bestandteile des Qualifizierungsprogramms, das bis Anfang April geht. Die vier Azubis würden gegenwärtig den schulischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren. Sie sind ab Februar wieder da und würden sich mit Winterarbeiten an den Schiffen beschäftigen. „Da gibt es auch das eine oder andere an Schönheitsreparaturen zu erledigen“, sagte die Geschäftsführerin.
Ganz besonders stolz ist die Chefin darauf, dass bislang alle Azubis, die in ihrem Unternehmen ausgebildet wurden, in Lohn und Brot seien. „Die Ausbildung zum Binnenschiffer ist außerordentlich gut“, erklärte sie. Die jungen Leute seien anschließend in sämtlichen Bereichen der Schifffahrt einsetzbar.
Gut angelaufen seien in diesem Jahr die Buchungen für die Schiffe. So scheint das Jahr 2009 ein Jahr der Hochzeiten zu werden. „Das Angebot, auf dem Schiff getraut zu werden, wird immer besser angenommen“, ließ sie wissen.
 

Quelle: Nordkurier vom 27.01.2009




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