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Rückblick nach zehn Jahren als Bürgermeister


Priepert. Ob Manfred Giesenberg (FDP) wieder als Bürgermeister kandidiert, steht noch nicht genau fest.

„Eigentlich wollte ich nicht noch einmal antreten, weil ich durch meine Firma so sehr viel zu tun habe. Bisher fand ich aber noch keinen Nachfolger. Wenn sich das nicht ändert, kandidiere ich erneut“, erklärt er. Wie wurde er 1999 als 32-Jähriger zum ersten Mal Bürgermeister? 1994 kam Manfred Giesenberg aus Ostfriesland nach Priepert, weil er im Mecklenburgischen eine gute Arbeit fand. Damals hatte er mit Kommunalpolitik nichts am Hut, wie er sich erinnert. Vor der Wahl wurde er von Priepertern, die mit einigen kommunalpolitischen Gegebenheiten unzufrieden waren, angesprochen und ermuntert, für die Gemeindevertretung zu kandidieren. Schließlich hatte er die meisten Stimmen – viermal so viele wie der Abgeordnete auf Platz zwei –, so dass ihn die Gemeindevertretung zum Bürgermeister wählte (Direktwahl gab es damals noch nicht).
Dann hieß es „learning by doing“ – das Handwerk lernte Manfred Giesenberg also durch die Arbeit selbst. „Mit Verwaltung muss man sich nicht unbedingt auskennen. Je unbeleckter man ist, desto freier ist man in den Gedanken und Ideen, man blockiert sich nicht selbst durch Bedenken – geht nicht gibt’s nicht“, sagt er. Wie konnte Manfred Giesenberg bei den vielen Ost-West-Befindlichkeiten damals bei den Mecklenburgern so gut ankommen? Seiner Meinung nach ist das in Priepert nicht so schwer, weil in das Dorf nach 1945 schon immer viele Menschen aus unterschiedlichen Gegenden zogen, zuerst durch die Vertreibung und später durch Urlauber, die die reizvolle Landschaft kennenlernten und zuzogen. Dadurch seien die Prieperter gegenüber anderen Menschen besonders offen.
Rückblick: „Seit 1999 wurde die Infrastruktur in der Gemeinde verbessert, alle Straßen im Innenbereich sind neu gebaut, alle gemeindeeigenen Gebäude saniert. Der Zusammenhalt ist stärker geworden, das tolle Abschneiden im Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden‘ war das I-Tüpfelchen“, blickt der Bürgermeister zurück.
 
Quelle: Nordkurier vom 28.01.2009




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