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Ab Ostern Mirower Schloss- Saal begehbar
Auch der Mirower Wolfgang Boehnke hat sich seine Gedanken gemacht und verweist auf einen Zeitungsartikel vom Februar 2007. Darin hatte Heike Kramer von den Staatlichen Schlössern und Gärten – Betrieb für Bau- und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL-MV), der die Sanierung übernommen hat, 2008 als Termin für die Nutzbarkeit beider Festsäle für Veranstaltungen genannt. „Das Jahr ist vorüber. Das ist doch ein Anlass, nachzufragen“, wandte sich Wolfgang Boehnke an den Nordkurier.
„Es gab einige Veröffentlichungen, in denen ein solcher Zeitplan genannt war“, weiß Friederike Drinkuth, die als Kunsthistorikerin bei den Staatlichen Schlössern und Gärten das Mirower Schloss betreut. Die Anlage sei lange unterschätzt worden, sagt sie. „Es ist ein so besonderer Schatz, den die Mirower haben. Das sieht man von außen gar nicht. Es ist kein Schloss mit vielen Türmchen, aber von der Innenausstattung ist es was ganz Besonderes“, macht sie auf die Bedeutung aufmerksam. Dennoch berge ein altes Haus Überraschungen, die nicht vorhersehbar seien. Angefangen bei Schwamm, der gefunden wurde, bis hin zur Dachkonstruktion, die verstärkt werden musste, weil unter dem Parkett Dinge auftauchten, die die Standfestigkeit beeinträchtigten. „Sowas steckt unter der Schale, es sind Sachen, die nicht planbar sind“, verdeutlicht die Expertin. „Das mit 2008 war damals sicherlich so gemeint, aber nun ist von einer anderen Zeitschiene auszugehen.“
Der 1. Bauabschnitt, der beide Säle beinhaltet, ist weitgehend abgeschlossen. Aufgrund der geltenden Brandschutzverordnung sei das Gebäude für die Öffentlichkeit aber noch nicht nutzbar, auch würden derzeit im Schloss nur Bautreppen existieren. „Alle, die reingehen, müssen Haftungsausschlüsse unterschreiben“, erklärt Friederike Drinkuth. Ab Ostern allerdings sollen beide Säle bei Führungen, die die Staatlichen Schlösser und Gärten dann auch anbieten wollen, begehbar sein. Interessierte könnten dann hinein. Ab 2010 – bis dahin soll die Brandschutzanlage funktionieren – sollen die Festsäle für erste Veranstaltungen nutzbar sein, während die Bauarbeiten drumherum aber weitergehen. Voraussichtlich 2011 sei das ganze Haus dann für die Öffentlichkeit zugänglich, so die Auskunft.
Quelle: Nordkurier vom 04.02.2009




