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Buchführung wird jetzt im Amt umgestellt
Aber erfassen müssen sie es auch, das ist die Grundlage für die Eröffnungsbilanz. Und die ist wiederum die Basis für die Umstellung der gegenwärtigen kameralen Buchführung „Kameralistik“ auf die doppelte Buchführung „Doppik“ (siehe Info-Kasten rechts). „Denn um die neue Buchführung beginnen zu können, müssen wir zunächst genau erfassen und auflisten, was den Gemeinden, Städten und dem Amt gehört“, berichtet Kerstin Koch, Leiterin des Fachdienstes Vermögen und Finanzen im Amt. Bei ihr laufen die „Doppik-Fäden“ zusammen. Bis zum
1. Januar 2012 müssen laut Landesgesetz alle öffentlichen Verwaltungen umgestellt haben, dann werden auch die Haushalte „gedoppt“.
Auch wenn das mit den Baumplaketten in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte nicht stattfindet, bleibt jede Menge Arbeit, die von allen Verwaltungsmitarbeitern zusätzlich zu den laufenden Aufgaben zu erledigen ist. So sind zum Beispiel alle Grundstücke, die den Kommunen und dem Amt gehören, zu dokumentieren und zu bewerten – für Letzteres sind Tabellen vorhanden. Die gibt es aber nicht für Straßen. „Wieviel ist eine kommunale Straße wert? Das ist nicht so einfach zu bewerten. Für solche schwierigen Fragen holen wir uns Hilfe von außerhalb“, berichtet Kerstin Koch. Aber da die Erfassungen für die Eröffnungsbilanz ohnehin aufwändig sind – sowohl vom Personal her als auch von den Kosten beispielsweise für die notwendigen Grundbuchauszüge, soll Fremdhilfe nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden. Darum werden alle Mitarbeiter geschult.
Die Erfassung wird am 1. März gestartet, die Vorbereitungen laufen bereits. Los geht es beim Amt – dazu gehören nur das Amtsgebäude und die Wesenberger Schule samt Grundstücke – und in Priepert. Am 31. Dezember 2009 muss die Erfassung, die sich vor allem in den Städten Mirow und Wesenberg umfangreich und zum Teil kompliziert gestaltet, abgeschlossen werden, sagt Kerstin Koch.
Die Ämter Neustrelitz-Land und Neverin nahmen die Umstellungen bereits im vergangenen Jahr vor, dort gesammelte Erfahrungen sind für die Kleinseenplatte und Feldberg, wo ebenfalls in diesem Jahr umgestellt wird, wertvoll, berichtet die Fachdienstleiterin.
Quelle: Nordkurier vom 12.02.2009




