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Nur wenige Einsatzkräfte sind tagsüber verfügbar
sagte der Wesenberger Feuerwehrmann Martin Gohlke wütend bei der Informationsveranstaltung für Gewerbetreibenden am Freitagabend, zu der der Wesenberger Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) eingeladen hatte. Und dabei war die Situation der Feuerwehr wichtigstes Thema. Zu Beginn stellte der Bürgermeister die Lage der Wehr dar, wobei er keinen Zweifel daran ließ, dass die Stadt die Wehr natürlich braucht: „Wesenberg hat eine mittelalterliche Stadtanlage und darum sehr eng bebaut. Und auf der B 198 fahren immer mehr Lkw, die sich vor der Maut drücken, entlang. Viele transportieren Gefahrengüter.“
Die Situation in der Feuerwehr sei sehr problematisch. Das aber ganz und gar nicht, weil sie vielleicht zu wenige oder nicht genügend ausgebildete Mitglieder hat. „2004 hatten wir 24 Einsatzkräfte, jetzt sind es 23. Aber nur fünf von ihnen haben ihren Arbeitsplatz in Wesenberg“, wertete Helmut Hamp eine Statistik aus. Weil also während der Arbeitszeit von etwa 7 bis 16 Uhr die meisten Einsatzkräfte auswärts sind, bestehe die Gefahr, dass bei Einsätzen die Wehr unterbesetzt sei.
Auch die Alterstruktur wäre ein Problem. Zwar seien 13 Einsatzkräfte unter 30 Jahre alt, aber auch die könnten sich wegen fehlender Arbeit aus Wesenberg verabschieden, sagte Helmut Hamp. Die Stadtvertretung suche nach Möglichkeiten, junge Leute zu halten. So beschlossen die Stadtvertreter für den Haushalt dieses Jahres, die Führerschein- und Maschinistenausbildung zu finanzieren. Und er wandte sich mit der Bitte an die Gewerbetreibenden, die jungen Leute in ihren Unternehmen zu ermutigen, in der Feuerwehr aktiv zu werden.
Wichtig sei ebenfalls die Anerkennung der Wehrleute. Helmut Hamp regte an, eine freiwillige Feuerwehrabgabe von fünf Euro pro Jahr und Haushalt einzuführen. Dazu müsste sich aber ein Feuerwehrverein gründen, um das abwickeln zu können. Zum Thema Spenden für das kameradschaftliche Leben sagte Jürgen Odebrecht von Wallentin & Partner: „Ihr müsst mit uns reden! Natürlich sind wir bereit, zum Beispiel ein Schwein am Spieß zu spendieren.“
Quelle: Nordkurier vom 23.02.2009




