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Verein hilft, letzte Schule zu erhalten
„Dazu beizutragen, die Mirower Grundschule zukunftsfähig zu gestalten, damit sie erhalten bleibt – das ist das wichtigste Ziel des Fördervereins der Grundschule Mirow e. V.
Mirow. „Dazu beizutragen, die Mirower Grundschule zukunftsfähig zu gestalten, damit sie erhalten bleibt – das ist das wichtigste Ziel des Fördervereins der Grundschule Mirow e. V. Denn endgültig gesichert ist sie noch nicht“, unterstreicht Vereinsvorsitzende Ute Leßmöllmann. Was die Mitglieder dabei in enger Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen, Eltern, der Stadt und dem Schulamt bereits bewegt haben, kann sich sehen lassen: zum Beispiel der umgestaltete Schulhof, sanierte Klassenzimmer und eine kaum zu zählende Zahl von Projekten nennt die Vorsitzende und ergänzt: Der Umzug der Grundschule aus dem alten Gebäude in das der ehemaligen Regionalschule und die damit verbundenen Renovierungsarbeiten wären ohne den Verein kaum möglich gewesen.“
Die Idee, einen Förderverein zu gründen, entstand bereits 2001, als abzusehen war, dass die Schullandschaft sich gravierend verändert. Es sollte so viel Schule in Mirow erhalten bleiben wie möglich, nachdem das Gymnasium und die Regionalschule vor der Schließung standen. 2003 waren die Vorbereitungen abgeschlossen und die Lehrerschaft überzeugt. Damals ging die derzeitige Schulleiterin Brigitte Kasch in Rente und das Kollegium sortierte sich neu. Margit Gaulke wurde nach dem Ausscheiden von Eva Scholz stellvertretende Schulleiterin und übernahm die Führung, bis Gabriele Rühe als Schulleiterin bestätigt war. In dieser Zeit gründete sich der Verein, um das Ausscheiden der Schulsozialarbeiterin Lorita Kiesel zu verhindern. Deren ABM-Maßnahme lief aus. „Darunter hätten die Angebote bis hin zur freundlichen, persönlichen Betreuung der Kinder durch Frau Kiesel sehr gelitten“, erinnert sich Ute Leßmöllmann, denn die Sozialarbeiterin gibt den Schülern einen wichtigen Rückhalt im Schulalltag.
Aufgrund auch des persönlichen Engagement von Vereinsmitglied Susanne Haenselt konnte Lorita Kiesel bleiben. Die Stadt unterstützte die Sozialarbeiterin ebenfalls. Sehr wichtig auch: „Seit 2003 gibt es eine Intensive und sehr gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises. Herr Rosinsky ist unser Partner und das meinen wir wortwörtlich. So hat das erste kreisweite Treffen der Schulsozialarbeiterinnen in Mirow stattgefunden“, berichtet Ute Leßmöllmann.
Es geht dem Verein aber auch um mehr als nur Verwalten, die konstruktive Arbeit mit der Schulleitung ist ihm sehr wichtig. Hier sind die Lehrerinnen Margit Gaulke und Marion Lindow die Verbindungsglieder, sehr bewusst wurde in die Satzung aufgenommen, dass ein Lehrer stellvertretender Vereinsvorsitzender sein muss, betont Ute Leßmöllmann. Das Logo für den Verein wurde von den Kindern ausgesucht, sie erstaunten die Erwachsenen, denn sie wählten den „erwachsenen“ Entwurf aus. Mittlerweile liegen 22 Vorschläge von Vereinsmitgliedern auf dem Tisch, die eine bunte, vielfältige Arbeit in der Freizeit der Schüler ermöglichen. Dazu tragen unter anderem der bereits erfolgte wie der Umzug der Bibliothek in die Grundschule, der Computerkursus, die Ferienfreizeit, der Plattdeuschzirkel und die Schachschule bei.
Was ist auch für die Zukunft wichtig? Es sind neue Wege zur Finanzierung der Schule zu suchen, die Sanierung der Sporthalle ist zu beginnen. 2010/2011 kommt der nächste Schulentwicklungsplan. Bis dahin muss die Grundschule inhaltlich und baulich so gefestigt sein, dass sie erhaltenswert ist, blickt Ute Leßmöllmann nach vorn und unterstreicht: „Trotz der hohen Kosten ist die Schule für die Stadt lebenswichtig. Die Schule muss gut aufgestellt werden, hier arbeiten die Stadt, die Schule und der Verein zusammen. Die wichtigste aller Arbeiten ist, eine Schule zum Wohlfühlen zu schaffen.“
Nach vier Jahren wird Ute Leßmöllmann im November nicht mehr für den Vorsitz kandidieren, weil die Kinder ihrer Familie der Grundschule entwachsen sind. Sie wird aber weiterhin im Verein aktiv sein. Der Verein hat gegenwärtig 36 Mitglieder, neue sind immer gern gesehen. Wer mitarbeiten möchte, meldet sich bitte in der Grundschule, Rufnummer 039833 20271.




