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Am Labussee entsteht neuer Rastplatz


Canow. Wer hätte das gedacht, dass Günter Heber schon 79 ist, man sieht es ihm nicht an. Und jetzt macht er sich in Canow am Labussee, Käkenort heißt die Stelle, an den Aufbau eines Wasserwander-Rastplatzes.

Warum nimmt er das auf sich in einem Alter, in dem die meisten anderen Menschen schon lange den Ruhestand genießen? „Es macht mir Spaß, ich bin Architekt, da interessiert man sich für so etwas“, schmunzelt Günter Heber. Eigentlich ist er Dresdner. Aber die Familie machte seit 50 Jahren Urlaub in Canow, vor zehn Jahren entschlossen sich die Hebers, das prachtvolle Elbflorenz gegen Mecklenburg zu tauschen.
Der Rastplatz entsteht am breiten Graben des ehemaligen Pumpwerkes am Labussee, aus dem Wasser für die Karpfenzucht geschöpft wurde. Das Pumpwerk brauchte nach der Wende niemand mehr, das Gelände wucherte zu. Vor zehn Jahren gab es schon den Vorschlag, an dieser sehr günstig gelegenen Stelle direkt neben der Badestelle einen Wasserwander-Rastplatz einzurichten, das zerschlug sich aber, erinnert sich Günter Heber und ergänzt, dass jetzt die Eigentümer der Fläche an ihn mit der Frage herantraten, ob er denn wolle – und er wollte. Zunächst dachte er nur an ein paar Angelkähne, aber in der Gemeinde betonte man, dass man etwas Größeres brauche. „Wasserwandern, Paddeln, Segeln und Floßfahren entwickeln sich immer mehr zu einem Traum, den sich immer mehr Menschen in Deutschland verwirklichen wollen“, weiß Günter Heber genau. Auch Bürgermeister Eberhard Zimmermann tritt ausdrücklich für das Vorhaben ein, weil es Canow, das touristische Zentrum der Gemeinde Wustrow, weiter aufwertet. „Der Platz liegt außerhalb des Ortes, aber dicht dran. So ist einerseits die Ruhe für die Einwohner wie die Wasserwanderer gewährleistet. Andererseits können die Gäste die Möglichkeiten in Canow nutzen, um einzukaufen oder in die Gaststätten zu gehen“, zählt das Gemeindeoberhaupt die Vorteile auf.
Wasserseitig ist für den Rastplatz gar nicht so viel zu machen, dort verschwindet das alte Pumpwerk, an dieser Stelle wird eine Slipanlage aufgebaut. Am Land entsteht Platz für 20 bis 25 Zelte. Hinzu kommen einige Schlafhütten zum Übernachten. Im Sanitärhäuschen, das aus der ehemaligen Elektrostation des Pumpwerkes entsteht, werden Toiletten, Waschbecken und Wasserzapfstellen installiert.
Günter Heber möchte zu Pfingsten die ersten Gäste auf dem neuen Platz am Käkenort empfangen.
 
Quelle: Nordkurier vom 10.03.2008




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