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Zugewachsener Kirchhof wird saniert


Wesenberg. Auf der im Laufe der Jahre fast zugewachsenen Nordseite des Hofes der Wesenberger Kirche St. Marien ist Bewegung eingezogen:

Mitarbeiter des Wesenberger Gartenbaubetriebes Hagedorn entfernen Buschwerk und einige wild gewachsene Bäume. Ein großer Müllhaufen, der einst als Kompost angelegt wurde, aber von so manchem mit Plastikabfall und Eisenstangen „aufgewertet“ wurde, verschwindet. „Der ganze Nordteil des Kirchhofs wurde seit Jahren nicht mehr gepflegt, entwickelte sich, ja man muss es so sagen, zu einem Schandfleck in der Innenstadt. Damit ist jetzt Schluss“, erklärte Pastor Thomas Morche. Besonders störte ihn auch, dass dieser „blickdichte“ Platz zunehmend von Leuten genutzt wurde, die sich dort „in die Büsche schlugen“.
Mit der Sanierung der Innenstadt schuf man die Möglichkeit, wieder rund um die Kirche zu gehen, von Norden her war sie allerdings vor lauter Buschwerk nicht mehr zu sehen. Darum regte Torsten Morche die Aktion an, der Kirchgemeinderat stimmte zu. Bevor der Pastor startete, ließ er sich von einem Landschaftsarchitekten beraten, einiges wird nämlich stehenbleiben, eine kahle Fläche soll der Hof nicht sein. In Zukunft soll die Fläche mit Efeu bewachsen sein. „Das ist eine Pflanze, die dazu passt, denn wahrscheinlich bis ins 17. Jahrhundert befand sich dort ein Friedhof. Hinzu kommt, dass Efeu kaum Pflege braucht – das kommt dem schmalen Budget der Kirchgemeinde sehr entgegen“, sagte der Pastor.
Die Finanzierung der Umgestaltung des Kirchhofs erwies sich als weniger schwierig, kann vielmehr über einen Weg erfolgen, der den Pastor sehr freut: Denn die Mittel stammen aus Spenden, die durch das Frühjahrssingen und das Adventssingen zusammenkamen. „Dadurch erleben Mitglieder der Kirchgemeinde und Bürger, dass für das Geld, das sie spendeten, unmittelbar etwas in ihrer Umgebung verwirklicht wird“, erklärte Torsten Morche. Das sei genau so wie mit der Elektrifizierung der Kirchturmuhr, die ebenfalls mit Spendenmitteln erfolgte. Insgesamt ziele auch die jetzt verwirklichte Umgestaltung des Kirchhofs darauf, Wesenberg sowohl als Wohnort als auch Urlaubszentrum noch attraktiver zu machen, unterstrich Torsten Morche.
 
Quelle: Nordkurier vom 11.03.2009




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