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Wirtschaftliches aus Schillersdorf


An eine Existenzgründung der besonderen Art wagte sich erfolgreich „Paddel-Paul“. Hinter diesem Namen verbirgt sich Tobias Schnuchel, den man mittlerweile aber schon besser als „Paddel-Paul“ kennt.

Schillersdorf. An eine Existenzgründung der besonderen Art wagte sich erfolgreich „Paddel-Paul“. Hinter diesem Namen verbirgt sich Tobias Schnuchel, den man mittlerweile aber schon besser als „Paddel-Paul“ kennt. Den Namen bekam er von seiner Schwester verpasst. Und der beschreibt seine Arbeit – „Paul“ hat mit Booten zu tun.
Thomas Müller, stellvertretender Bürgermeister, berichtet über die Vorgeschichte: Auf der Zietlitz am Leppinsee befinden sich auf Grund und Boden der Gemeinde der Zeltplatz, die Bungalowsiedlung (die von allen Bangla Desh genannt wird, weil zu DDR-Zeiten, als sie entstand, gerade eine große Solidaritätsaktion für das asiatische Land lief) und eine Bootsschuppenanlage. Es gab Probleme mit der Ordnung und jungen Leuten, die sich dort bei Feten austobten.
Darum schrieb die Gemeinde 2004 einen Teil des Landes aus für eine touristische Nutzung, außerdem sollte der Inhaber dort für Ordnung sorgen. Tobias Schnuchel bewarb sich – und es klappte. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit Tobias“, unterstreicht Thomas Müller. Und „Paul“ baute dort am Ufer des Leppinsee genau das auf, was sich die Gemeinde versprochen hatte: einen Kanuverleih, einen Imbiss und ein Sanitärhaus. Außerdem betreibt Tobias Schnuchel einen Shuttledienst für Kanus. Und das alles funktioniert so gut, dass er in der Saison 2007 zwei Angestellte einstellen konnte.
„Manche Ehefrauen wissen oft gar nicht, wo ihre Männer sind, weil sie wegen ihrer Arbeit ständig unterwegs sind“, berichtet Thomas Müller ansonsten zur Beschäftigungslage. Viele Schillersdorfer fahren in die nähere Umgebung nach Neustrelitz, Wesenberg und Mirow zur Arbeit. Es gibt aber auch Pendler, die bis nach Hamburg und Sindelfingen unterwegs sind. Dennoch gibt es im 97-Seelen-Dorf neben dem von „Paddel-Paul“ eine Reihe weiterer kleiner Betriebe, in denen Einwohner in Lohn und Brot stehen. Er nennt den Elektromeister-Betrieb von Manfred Schnuchel, Katrin Reinke bietet mobilen Haarpflegeservice an, Jürgen Manthei betreibt Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ingo Zaren ist Kremser- und Kutschfahrtenunternehmer, der auch Holzrücken vornimmt. Antje Grundmann betreibt die Gaststätte „Zur Linde“, bei der Agrarerzeugergesellschaft Roggentin gibt es auch zwei Arbeitsplätze.

 

Quelle: Nordkurier vom 03.11.2007




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