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„Es gibt nichts Gutes außer man tut es“
Ist beides unter einen Hut zu bringen? „Ja, das praktizieren wir ja schon seit mehr als zwei Jahren. Ich habe in Roggentin eine tolle Mannschaft und meinen Stellvertreter Thomas Müller – da klappt das. Und ich bin in der Gemeinde seit vielen Jahren vererdet und verankert. Das soll auch so bleiben“, sagt Henry Tesch.
Er zog 1992 nach Leussow, einem der Dörfer der Gemeinde Roggentin. Durch seine Art, sich einzubringen und mitzumischen, kam er bald in die Gemeindevertretung, damals ging es gerade um den Streit, wie die Abwasseranlage in Roggentin gestaltet werden sollen. „Und irgendwann sagte man zu mir: ,Machen Sie doch‘. Und ich machte – es gibt nichts Gutes außer man tut es“, erinnert er sich. So wurde er 1999 ehrenamtlicher Bürgermeister, drei Jahre später kam der Schulleiterposten des Gymnasiums Carolinum dazu. Und er kriegte immer alles unter einen Hut, die Sieben-Tage-Arbeitswoche so wie heute hatte er damals auch schon, erzählt er. Aber im Laufe der Jahre fand er viele Mitstreiter, die ihn unterstützen.
Zu den Gemeindevertretersitzungen kommt er immer aus Schwerin „angerauscht“, die jüngste fand in Babke statt. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit schaffte er das Büro des Bürgermeisters ab – nicht nur, um Kosten zu sparen, sondern auch, um ein besonderes System für die Gemeindevertretersitzungen einzuführen. Dazu ziehen die Abgeordneten immer reihum in die einzelnen sechs Dörfer der Gemeinde. „So kommen wir schon wegen der Sitzungen, die wir monatlich durchführen, zwei Mal pro Jahr in jedes Dorf. Vor Ort sieht man die Fragen und Probleme viel deutlicher und kann sie besser lösen“, erklärt Henry Tesch seine Philosophie. Die wird auch dadurch unterstützt, dass das größte Fest des Jahres immer den Titel trägt „Sommerfest der Dörfer der Gemeinde Roggentin.“
Wenn man ihn fragt, auf welche Ergebnisse während seiner Amtszeit er besonders stolz ist, nennt er den Kindergarten, den die Gemeinde in Trägerschaft des Koppelberg e. V. übergab. „Dort passiert viel Gutes – und es ist unsere wichtigste Investition in die Zukunft“, unterstreicht der Bürgermeister.
Quelle: Nordkurier vom 07.04.2009




