Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Staatssekretärin vom Familienzentrum begeistert


Mirow. Die Parlamentarische Staatssekretärin Margret Seemann (SPD) kommt viel rum im Land, aber so etwas wie das Mirower Familienzentrum hat die Schweriner Politikerin, die für das Ressort „Frauen und Gleichstellung“ zuständig ist, nach eigenen Worten in ähnlicher Weise kaum gesehen.

Die Besucherin zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten der Einrichtung, von der generationsübergreifenden Arbeit, die auf natürliche Weise gewachsen ist, und auch vom baulichen Zustand des Gebäudekomplexes.

„Ich habe selten eine so konzeptionell durchdachte Einrichtung gesehen. Hier möchte ich auch alt werden“, sagte die Staatssekretärin, die auf Einladung des Landtagsabgeordneten Michael Körner (SPD) gestern in der Region weilte.

Schon die freundlichen warmen Farben, die in den Räumen gewählt wurden, hatten es der Politikerin beim Rundgang durchs Haus angetan. Meist hatten die Jugendlichen bei der Renovierung selbst Hand angelegt und sich bei der Farb- und Musterauswahl kreativ eingebracht. Es ist gang und gäbe in dem Haus, dass Ältere und Jüngere sich gegenseitig unterstützen oder die Freizeit miteinander verbringen, etwa, dass Hortkinder den Senioren die Ostereier verstecken oder andersherum die Seniorinnen als Leih-Omis den Kitakindern etwas vorlesen. Vorlesepatenschaften, wie sie auf politischer Ebene gerade mühsam als Projekte angekurbelt werden, sind hier längst Alltag.

„Wir machen das gerne, und den Kindern gefällt es auch“, schwärmte Gisela Teichert, die gemeinsam mit Johanna Materne und Siegfried Claus als Vertreter der Senioren, die sich regelmäßig im Familienzentrum treffen, an der Gesprächsrunde mit der Staatssekretärin teilnahm. Selbst Ausflüge zusammen mit den Hortkindern würden unternommen. „Das ist ein wunderbares Haus“, so die einhellige Meinung der älteren Generation.

Aber die Einrichtung, die in der nächsten Woche eine Festwoche zur Einweihung des neu gestalteten Kellers begeht, hat Sorgen. Während Umbauarbeiten zumeist in Eigenregie erfolgen, so wird es doch immer schwieriger, die laufenden Ausgaben fürs Personal zu begleichen. Drei Generationen unter einem Dach, das heißt in Zahlen: 110 Kita-Kinder ab einem Alter von 0 Jahren, mehr als 60 Jugendliche, die zur Stange halten, und um die 50 Senioren, davon mehr als 30, die regelmäßig vorbeischauen. Ohne kompetente Mitarbeiter geht es nicht, verdeutlichte Edda Augustin, die Leiterin des Hauses. Da aber immer weniger Gelder von Kommune und Landkreis fließen, ist besonders der Jugendklub in seiner Existenz gefährdet, sollte es nicht gelingen, die weggebrochenen Finanzen auszugleichen. 

Quelle: Nordkurier vom 18.04.2009




[nach oben] [Feedback] [drucken]