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Neue Wege warten auf Wanderer


Mecklenburg-Strelitz. Wanderer, die gern im Müritz-Nationalpark unterwegs sind, müssen ab sofort ihre gewohnten Pfade verlassen.

Die Nationalpark-Verwaltung hat bei neun der insgesamt 48 ausgeschilderten Wanderwege die Streckenführung verändert. Sechs Routen sind neu ausgewiesen. Sechs alte Trassen wurden abgeschafft. Mit diesen Neuerungen soll das Wegenetz optimiert werden, wie Martin Kaiser, Tourismus- und Verkehrsplaner des Nationalparks, sagt. Es ist das erste Mal seit Bestehen des Schutzgebietes, dass derart umfangreich in die größtenteils seit 1990 existierende Streckenführung eingegriffen wird – und laut Martin Kaiser wird es voraussichtlich auch das letzte Mal sein.

Ziel der Umgestaltung sei es, die Wanderer durch landschaftlich und kulturell abwechslungsreiche Gebiete zu lenken. Zudem sollen die Rundwege weitgehend passierbar sein, ohne dass asphaltierte Straßen beschritten werden müssen. Dieser Qualitätsanspruch sei bislang bei einigen Wegen nicht gegeben gewesen. Überall, so Martin Kaiser, hat sich das Ansinnen, die Fußgänger von Landes- und Kreisstraßen fern zu halten, allerdings nicht umsetzen lassen. Diese Wege wurden teilweise gestrichen. Im Gegenzug hat die Nationalparkverwaltung neue Trassen ausgeschildert – wie einen fünf Kilometer langen Rundweg um Babke, wo es zuvor an erlebnisreichen Pisten mangelte.

Als besonders schöne Strecke empfiehlt Martin Kaiser den elf Kilometer langen Eichhörnchen-Weg bei Kratzeburg. Es handele sich um eine seenreiche Wanderroute durch reizvolles Gelände.

Noch sind die Park-Mitarbeiter mit der Umgestaltung nicht ganz fertig. Es laufen noch Restarbeiten wie das Anbringen der neuen Landkarten und Wegweiser. Bis zum ersten Mai soll der größte Teil des Projektes vollbracht sein.

 

Änderungen an 21 Pfaden

Neue Strecken: Bei Babke, Kratzeburg, Wesenberg und Waren ist jeweils ein neuer Wanderweg ausgeschildert. Zwei neue Routen sind bei Federow zu finden.

 

Veränderte Strecken: In Waren, bei Speck, bei Granzin, bei Schillersdorf, bei Goldenbaum, bei Bergfeld und bei Blankenförde wurde bei jeweils einem Weg der Verlauf geändert. Bei Kratzeburg weichen zwei Wege von ihrer alten Route ab.

 

Abgeschaffte Strecken: Bei Speck, Boek, Schillersdorf, Blankenförde, Zwenzow und Granzin wurde jeweils ein Weg gestrichen.

 

Informationen: Details über das aktuelle Wegenetz sind bei den Nationalpark-Informationen und an den Informationstafeln zu erfahren. Spezielle Fragen beantwortet auch Martin Kaiser von der Nationalparkverwaltung. Der Tourismus- und Verkehrsplaner ist zu erreichen unter Telefon 039824 25237. sb


 

Der neue „SpurenWeg“ bei Kratzeburg wird am Montag, dem 20. April, um 14 Uhr eröffnet. Es handelt sich um einen Erlebnis-Pfad, der zwischen Kratzeburg und Dambeck für Blinde und Sehgeschädigte eingerichtet wurde. Treffpunkt ist an der Schutzhütte am Ortsausgang Kratzeburg, Abzweig Dambeck .

 

Quelle: Nordkurier vom 18.04.2009




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