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Pastor Morche erhält Berufungsurkunde
Torsten Morche berichtet, dass es im Kirchengesetz vorgesehen ist, dass Pastor und Kirchgemeinde in einem Zeitraum von drei Jahren erkunden, ob sie gut miteinander auskommen. Diese Zeit ist jetzt um und endete erfolgreich in der Berufung.
„Man braucht die drei Jahre tatsächlich, um sich gegenseitig kennenzulernen. Andererseits benötigte die Gemeinde auch Zeit, um sich innerlich von meinem Vorgänger zu verabschieden“, unterstreicht Torsten Morche. Vor drei Jahren, als der Nordkurier den gerade in Wesenberg Angekommenen vorstellte, sagte er, er kann gut in ländlicher Gegend leben. Im Rückblick meint er aber, dass er das tatsächlich erst einmal lernen musste. Dass hier die Uhren anders ticken, belegt er mit einem Beispiel: In Priepert wollte er zum Geburtstag gratulieren, er klingelte vorn an der Haustür. Niemand kam, um zu öffnen – also steckte er die Karte in den Briefkasten und ging. Tage später wurde er gefragt, warum er denn nicht von hinten rum reingekommen ist. „Auf diese Idee wäre ich als ehemaliger Großstädter nie gekommen, jetzt weiß ich es aber“, sagt er dazu.
Wenn er nach einem schönen Erlebnis in den ersten drei Wesenberger Jahren gefragt wird, erzählt er von der jüngsten Osternachtsfeier. In der taufte er einen jungen Mann, den er vorher ein Jahr lang begleitet hatte. „Das war sehr prägend, ich habe jemanden gewonnen“, meint er gerührt. Erfreulich ist für ihn neben vielem anderen ebenfalls, dass die Rettung der Prieperter Kirchhofsmauer in Angriff genommen werden konnte – ebenso wie die Umgestaltung des Wesenberger Kirchhofs, die zurzeit noch läuft. Aber es gibt auch Ereignisse, die ihn kränkten. Zum Beispiel, dass jemand das Schild, auf dem „Pfarrhaus“ draufsteht, abriss, zerbrach und wegwarf.
Dennoch hält es den gebürtigen Burger in Mecklenburg. Dabei hilft ihm auch sein sehr gutes Verhältnis zum Wesenberger Bürgermeister Helmut Hamp, wie er betont, und die Zusammenarbeit mit der Schule, die gerade beispielhaft anläuft.
Quelle: Nordkurier vom 11.05.2009




