Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
Chronist erforscht Canows Geschichte
„Man wird ganz gefangen, das ist wie ein Krimi“, sagt Horst Heineccius über die Vergangenheit von Canow – er findet Geschichte überhaupt nicht langweilig und ist mittlerweile Ortschronist.
Canow. „Man wird ganz gefangen, das ist wie ein Krimi“, sagt Horst Heineccius über die Vergangenheit von Canow – er findet Geschichte überhaupt nicht langweilig und ist mittlerweile Ortschronist. Gern spricht er mit alten Einwohnern über die Geschichte, wenn er und seine Frau von Mai bis Oktober in ihrem Häuschen im Dorf wohnen, sonst sind sie in Neustrelitz. Das Interesse für die Ortsgeschichte erwachte bei Horst Heineccius, der 1937 in Canow geboren wurde, durch die Beschäftigung mit der Schule, in der er bis 1952 lernte. Später kam das Gut hinzu. Und natürlich sammelt und ordnet er die vielfältigsten Materialien – wie zum Beispiel die Luftaufnahmen von 1934 und viele andere Postkarten auch.
Wenn der Ortschronist wieder einmal in Canow der Geschichte auf der Spur ist, fragen ihn die Leute, wann denn seine Chronik erscheint. „Wegen der finanziellen Belastung kann ich keine herausgeben. Ein Freund von mir schrieb die Chronik von Kleinzerlang, er musste beim Verlag mit 15 000 Euro in Vorkasse gehen“, erklärt Horst Heineccius. Gedruckt wurden aber Texte aus seiner Feder dennoch. Als das 650-jährige Jubiläum von Wustrow vor der Tür stand – Canow gehört zu dieser Gemeinde –, verfasste er die Abschnitte über Canow.
Manchmal kommen die Kinder oder Enkel von Personen, die auf alten Fotos zu sehen sind, zu ihm und bitten um Hilfe: Wer ist auf dem Foto zu sehen, wann etwa wurde es aufgenommen, lauten die Fragen. „Das ist spannend und fast eine kriminalistische Arbeit“, berichtet Horst Heineccius. Geschichte „macht“ er auch aus dem Gemeindeblatt, das Pastor Suhr aus Strasen in den 20er-Jahren herausgab. Auf der letzten Seite der Hefte waren immer Hochzeiten, Sterbefälle und Geburten auch für Canow vermerkt – das ist eine sehr interessante Grundlage für den Chronisten.
Wer sich für die Geschichte Canows, die Bewohner und die vielen Unterlagen darüber interessiert, kann gern zu Horst Heineccius gehen, um mit ihm ins Gespräch zu kommen. Bei ihm kann man auch Kopien alter Postkarten erhalten. Zu erreichen ist er jetzt in der kalten Jahreszeit unter der Rufnummer (039 81) 44 25 96.
Quelle: Nordkurier vom 10.11.2007




