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Dicke Regentropfen, die das Gras benetzen und durch Stille berühren. Der Künstlerin haben es weniger die sonnenüberfluteten Weichzeichnermotive, sondern vielmehr die Schlechtwetter-Momente ihrer Mecklenburg-Strelitzer Heimat angetan. Aber auch Theaterbilder und Aufnahmen von den Gesichtern der Einheimischen gehören zur reichhaltigen Spannbreite ihrer fotografischen Arbeiten.
Zum mittlerweile vierten Mal öffnen sich nun zu Pfingsten die Pforten zu Kerstin Zegenhagens Atelier im alten Schulhaus von Peetsch. Die Besucher können nicht nur ihre Fotos an diesem Wochenende bewundern und als Postkartendruck sogar mit nach Hause nehmen, sie stellt auch Keramik und Schmuck zusammen mit befreundeten Kunsthandwerkern aus. „Es ist eine wunderbare Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen zu schauen und den Sinn für das Schöne neu zu schärfen“, spornt die Fotografin Interessierte an, sich auf den Weg nach Peetsch zu machen. Außerdem sei es eine wunderbare Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen ins Gespräch zu kommen. Die Keramikerin Anette von Rohden wird unter anderem ihre Töpferarbeiten im Rahmen von „Kunst: offen“ präsentieren. Neben Gefäßen stellt die Berlinerin dekorative Figurinen aus ihrem Lieblingsmaterial Ton her. Ihr kann man an allen drei Tagen ab zehn Uhr über die Schulter schauen.
Ivonne Badzio und Heike Kropius warten am Sonntag und Montag mit ihren selbst entworfenen Holzschmuckkreationen auf. Das Duo vervollständigt die Peetscher Künstlerriege an den Aktionstagen. Die aus massivem Naturholz gefertigten Stücke sind überwiegend Unikate und bestechen vor allem durch ihre klaren Grundformen. Heike Kropius zaubert so aus Fröschen und Katzen zum Beispiel attraktive Broschen.
Um das Aktionsprogramm musikalisch abzurunden, werden um 10 und 16 Uhr Violinen- und Celloklänge die Ohren der Besucher verwöhnen. Kerstin Zegenhagens zwölfjährige Tochter Lena wird mit ihrer Freundin Theresa Sobczinski klassische und moderne Stücke interpretieren.
Die Hausherrin hofft, dass auch dieses Mal recht viele Kunstfreunde nach Peetsch kommen werden. „Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen gemacht.“ In den vergangenen Jahren habe sie jeweils bis zu 300 Leute im historischen Schulgebäude anno 1900 begrüßen können. Die Gastfreundlichkeit habe sich wohl herumgesprochen, vermutet Kerstin Zegenhagen. Schließlich liege der malerisch anmutende Ort im äußersten Zipfel der Mecklenburgischen Seenplatte „Kunst: offen wird zu einem besonderen Erlebnis“, dessen ist sich Kerstin Zegenhagen sicher.
Quelle: Nordkurier vom 29.05.2009




