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Neu-Babkerin bildet Tourismusleute aus


Babke. Da kam im Juli vergangenen Jahres eine Frau mit ihrem Mann aus Bingen am Rhein in den Urlaub nach Mecklenburg-Strelitz, beide verliebten sich in die Gegend und besonders in Babke – und sie zogen im August bereits in das Dorf.

Der Verkauf des Hauses in der alten Heimat brachte genug Geld, um eins in Babke zu erwerben. Renate Haas ist lebenslustig wie man es von Menschen aus der Rhein-Gegend erwartet. Und sie kann sehr gut Englisch – das wurde ihre neue Existenzgrundlage: „Im September 2008 habe ich 200 Leute angerufen, ab Oktober ging es los. Ich hätte nie gedacht, dass das so einschlägt. Ich habe den Vergleich zur Pfalz – hier wird das viel ernster genommen. Egal, ob es Kindergarten-Kinder sind oder Menschen über 70 – die lernen richtig intensiv, machen Fortschritte. Ich bin damit glücklich und zufrieden“, zieht sie nach nur rund neun Monaten Bilanz.

Ein neues wichtiges Projekt soll im Oktober anlaufen. Renate Haas steht in Kontakt zu Claudia Leppin, der Geschäftsführerin der Tourismus GmbH Mecklenburgische Kleinseenplatte. Dort ist es ein Ziel, den Mitarbeitern Englisch beizubringen oder deren Kenntnisse zu verbessern. Dabei gehe es zunächst um die Frage: Was mache ich, wenn mich jemand auf Englisch anruft, erläutert Renate Haas, die sich auf diesen Kurs freut, weil es mal etwas anderes ist als sonst. Vielleicht übernimmt sie auch den geplanten Englisch-Lehrgang für die Nationalpark-Ranger. Für den Ferienpark Granzow übersetzt sie gerade dessen Internet-Seiten ins Englische. „Ob ich das alles schaffe mit so vielen Verpflichtungen – sogar das Familienbildungszentrum Schwerin hat angerufen. Das alles hätte ich im August vorigen Jahres nicht gedacht“, freut sich Renate Haas.

Denn sie kümmert sich nicht nur um den Englisch-Unterricht, sondern arbeitet auch im „Jagdhunde in Not“ e. V. mit. Jagdhunde sind besondere Hunde, erklärt sie. Wenn die Hundebesitzer sehr krank werden oder sterben, nimmt sie davon betroffene Tiere auf, kümmert sich um sie und vermittelt sie über das Internet oder auf Nachfrage.

 

Quelle: Nordkurier vom 10.06.2009




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