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Neubau der Drosedower Brücke beginnt


Drosedow. „Wenn man sich engagiert, kann man auch etwas erreichen. Die meisten Leute meinten damals resigniert, dass nie wieder eine Brücke über die Drosedower Bek führen wird“, erklärt Hans-Joachim Hoffmann von der Drosedower Gemeindeinitiative.

Denn in Kürze, um den 25. Juni herum, beginnt der Neubau der Brücke über die Bek, Ende August soll sie fertig sein. Die Ausschreibung lief über das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte. Das Bauwerk wurde 2006 gesperrt, weil die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Das für die Brücke zuständige Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg (StAUN) gab an, einen Neubau nicht finanzieren zu können (der Nordkurier berichtete).

Mittlerweile ließ das StAUN die alten Pfähle ziehen. So ist jetzt – auch nach Arbeitseinsätzen durch die Gemeindeinitiative – Baufreiheit für den Baubetrieb aus Priborn (Müritzkreis) geschaffen, berichtet Hans-Joachim Hoffmann. Die Bestellung der Pfähle, die in den feuchten und weichen Untergrund getrieben werden, ist nun unter Dach und Fach, sie bestehen aus Eichenholz, für den Oberbelag wird Lärche verwendet.

Hans-Joachim Hoffmann erzählt, dass Ende August/Anfang September in Drosedow ein Dorffest gefeiert werden soll. Anlass ist die Ersterwähnung des Ortes, die im Januar dieses Jahres vor 660 Jahren erfolgte. „Es würde natürlich sehr gut passen, wenn das Fest und die Einweihung der neuen Brücke zusammen gefeiert werden können. Wir kümmern uns, es ist noch eine Menge Arbeit zu erledigen – wie zum Beispiel die Absicherung der Stromversorgung“, erläutert Hans-Joachim Hoffmann. Bei dem Fest will die Gemeindeinitiative weitere Spenden einsammeln, bisher sind es rund 8000 Euro, die zusammen kamen und die sie in das Projekt einbringen konnte.

Nebenher wird ein Lehrpfad eingerichtet, die Initiative erhielt 8000 Euro von der BINGO-Umweltlotterie, wofür sich Manfred Schröder von der Amtsverwaltung engagierte, sagt der Drosedower. Für diesen Lehrpfad ist beispielsweise vorgesehen, Informationstafeln in Seewalde, Wustrow, Canow, Drosedow und Fleeth aufzustellen. Den Wanderern soll erklärt werden, wie die Landschaft rund um die Brücke durch die Eiszeit geformt wurde. Hans-Joachim Hoffmann beschäftigt sich schon eine Weile mit der Materie und hat festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge so darzustellen, dass sie auch jeder Laie verstehen kann. Angedacht ist, ebenfalls Tafeln zur Forstwirtschaft aufzustellen und forstkundliche Führungen anzubieten.
 

Quelle: Nordkurier vom 13.06.2009




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