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Kleine Zirkusartisten haben viel Spaß


Mirow. Dass es den Kindern Spaß macht, ist nicht zu überhören und übersehen: das Zirkusprojekt im gerade sanierten Keller des Mirower Familienzentrums, das die Zirkuspädagogin Jana Winkel leitet, kommt an.

Bei den ersten Proben können die Kinder der so genannten Blauen und Grünen Gruppe, die zwischen 3 und 6 Jahren alt sind, „reinschnuppern“, berichtet Manuela Gundlach, stellvertretende Leiterin des Familienzentrums. Die Kosten dafür übernimmt die Einrichtung. Wenn das Projekt den Kindern so gefällt wie die ersten Stunden und die Eltern ihren Sprösslingen einen weitergehenden Kursus spendieren möchten, kann es dann gegen einen Beitrag weitergehen. Was die Kinder gelernt und einstudiert haben, können sich die Gäste des Sommerfestes, das am Freitag, dem 3. Juli, ab 15 Uhr stattfindet, ansehen.

Bei der ersten Begegnung zwischen Jana Winkel und den Kindern ging es darum, die Mädchen und Jungen kennen zu lernen, erklärt Jana Winkel und ergänzt: „Ich möchte sehen, was ich mit ihnen machen kann, es geht um Bewegungsübungen, sie sollen ein Gefühl bekommen für Zirkus.“ Später dann gibt es je nach Talent und Laune die Spezialisierung. Wer Clown sein möchte, kann das lernen, es wird aber auch eine Löwennummer, Laufen auf der Kugel, Jonglieren, Seiltanz und Akrobatik geben, umreißt Jana Winkel, was im Zirkusprojekt alles möglich ist. Als die Übungsstunde mit der ersten Gruppe beendet ist, bei der die Erzieherin Doreen Holtemayer und die Praktikantin Anne Michel der Zirkuspädagogin assistierten, gibt es viel Applaus. Auch Dana Seiler hat es Spaß gemacht und sie freut sich: „Mit denen kann man etwas machen.“

Mit der Qualifizierung zur Zirkuspädagogin hat sich Jana Winkel, die in Vietzen bei Rechlin lebt, einen Lebenstraum erfüllt, blickt sie zurück. Sie ist Erzieherin von Beruf, arbeitete als Erzieherin und Tagesmutti. Ihre berufsbegleitende Weiterbildung, die eineinhalb Jahre dauerte, absolvierte sie an verschiedenen Orten in Brandenburg. „Dort gibt es viele Kinderzirkusse, an denen das möglich ist“, berichtet sie. Ein weiterer existiert in Rostock, dort wird auch mit behinderten Kindern gearbeitet. An all diesen Orten holte sich Jana Winkel auch einen Teil der Anregungen für ihre Arbeit als Zirkuspädagogin, mit dem sie sich selbstständig machte. Gegenwärtig ist sie für diese Arbeit in Mecklenburg-Strelitz und im Müritzkreis unterwegs. Und wenn die Eltern der am Projekt teilnehmenden Kinder aus dem Familienzentrum es wünschen, kann ihr Engagement ebenfalls in Mirow zur Freude der Mädchen und Jungen noch andauern.


 

Quelle: Nordkurier vom 24.06.2009




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