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Eigene Welt vollgepackt mit Abenteuern


Lärz. So viele Menschen hatte es noch nie beim Lärzer Festival gegeben. Sie alle begeisterte der Mix aus Musik, Kultur und Unbeschwertheit.

„Ich will alles sehen. Schade, dass ich nicht mehr jung bin, ich wäre ganz bestimmt dabei“, zeigte sich Barbara Hamann (63) aus Mirow tief beeindruckt von den vielen Bühnen, Spielstätten und den Menschen aller Couleur, die friedlich miteinander feierten.

Und das, obwohl sie erst am Sonntag aufs Fusions-Gelände nach Lärz kam, zu einer Zeit, da das Festival des Kulturkosmos-Vereins Müritz e.V. auf dem einstigen Militärflugplatz seinen Zenit schon überschritten hatte. Und auch dieses Jahr konnte die Besucherzahl noch einmal aufgestockt werden. Um die 50.000 Menschen kamen aus dem In- und Ausland.

Zusätzliche Campingflächen mussten ausgewiesen werden: Zelte, so weit das Auge blickte. Seitens des Veranstalters ist alles bis ins Detail durchorganisiert. Eingesetzte Ordnungskräfte stehen über Funk in Verbindung, managen das Chaos, das gar nicht erst ausbrechen kann.

Die Besucher auf dem Festivalgelände bekommen von dem Logistikaufwand wenig mit. Sie pilgern von Bühne zu Bühne, erleben Stunden fernab des Alltags, genießen das Besondere: In der Dunkelheit steigen kleine Leuchtballons in den Himmel, Strahler erhellen Lichtsäulen, grelle Scheinwerfer lassen Menschen zu „Streifenhörnchen“ werden…

Doch Überraschungen gab es nicht nur im Programm. Erstmals wurde eine Auto-Maut erhoben, womit der Verkehr auf den Campingplätzen eingeschränkt werden konnte. Wer sein Auto bewegen wollte, musste 10 Euro löhnen. Da gingen viele lieber zu Fuß, was dem Veranstalter entgegen kam.

Bewährt hat sich das Müllpfandsystem. Bei Abgabe eines gefüllten Beutels gab es fünf Euro zurück – was dankbar angenommen wurde.


Quelle: Nordkurier vom 02.07.2009 




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