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Internationalen Begegnungsstätte in Babke
Am Donnerstag hat der Abriss des alten Bauernhauses am Ortseingang von Babke begonnen. Der Schandfleck des Dorfes im Müritz-Nationalpark soll einer nationalen und internationalen Begegnungsstätte – dem Camp Carolinum – weichen.
Der Kultusminister des Landes und Bürgermeister der Gemeinde Roggentin, Henry Tesch (CDU), dirigierte die erste Baggerschaufel.
In voraussichtlich drei Jahresscheiben soll das Projekt umgesetzt werden, in rund einem Jahr werden die Planungsunterlagen vorliegen. Inzwischen haben sich die Caroliner bereits im Kunstunterricht Gedanken gemacht, wie die neue Vorzeigeadresse der Schule aussehen könnte, und ein entsprechendes Modell gebaut. Favorisiert wird ein Drei-Seiten-Hof, der sich harmonisch ins Dorfbild einfügt.
Die Begegnungsstätte soll eine Beherbergungskapazität für etwa 40 Schüler nebst Betreuern erhalten und ganzjährig nutzbar sein. Auch für das Außenrevier, insgesamt misst die Immobilie unweit der Havel mit ihren Wassersportmöglichkeiten rund 7.000 Quadratmeter, liegen erste Ideen der Jugendlichen vor. „Wir stehen völlig am Anfang, jetzt reißen wir erst einmal ab“, verwies Tesch auf das noch sehr frühe Stadium des Vorhabens.
Das in den nächsten Tagen abzureißende Gebäude steht seit 2000 leer. Die Gemeinde hatte das Grundstück ausgeschrieben, 2007 wurde es vom Schulverein des Carolinums erworben. Inzwischen sind laut Tesch, der von Reinhold mit der Projektdurchführung beauftragt wurde, viele Caroliner nach Babke gekommen, um sich die Neuerwerbung anzuschauen und sich Vorstellungen über die Nutzung zu machen, darunter auch für ein „Lernen am anderen Ort“. So sieht der Schülerentwurf im Dachgeschoss des Gebäudes unter anderem Seminarräume vor. Erhebliches Interesse haben auch die ausländischen Partnerschulen angemeldet.
„Das ist nicht nur materiell, sondern auch inhaltlich eine Investition in die Zukunft“, betonte Tesch vor zahlreichen Gästen des symbolischen Baubeginns. Darunter waren führende Vertreter des Müritz-Nationalparks und der Stadtwerke Neustrelitz sowie des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte. Auch Einwohner des Ortes, denen das künftige Haus ebenfalls offen stehen soll, waren auf der Baustelle erschienen.
Quelle: Nordkurier vom 02.07.2009




