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Schacht für Fahrstuhl zieht Blicke auf sich


Mirow. „Welch seltsamer Vorbau?“ Diese Frage bekamen die Handwerker auf der Baustelle am ehemaligen Mirower Landambulatorium in der Breitscheidstraße schon häufiger zu hören.

Die Antwort ist einfach: Was wie ein Anbau aussieht, soll ein Fahrstuhlschacht werden. Er ermöglicht, dass die künftigen Bewohner der hier im Bau befindlichen Seniorenwohnanlage bequem über so genannte Laubengänge ihre Wohnungen erreichen können. Dabei sollen auch jene Bewohner, die im hinteren Gebäudeteil leben, von dem Aufzug profitieren. Schließlich müssten sie, wenn sie zur Straße gelangen wollen, eine Steigung von rund 3,50 Meter überwinden. „Um eine ganze Geschosshöhe fällt das Grundstück zur Hofseite hin ab“, erklärte Architektin Christina Rode. Sie wurde vom Bauherrn, der Johanniter-Unfallhilfe, Regionalverband Mecklenburg-Vorpommern Südost, mit der Planung des Objekts betraut.

16 attraktive Wohnungen, einige davon mit Seeblick, sollen in dem Gebäudekomplex entstehen: fünf davon im hinteren Haus, wobei alle dortigen Quartiere ebenerdig sind; sowie elf im Hauptgebäude über drei Etagen. Im Untergeschoss wird ein Gemeinschaftsbereich eingerichtet. „Bei schönem Wetter kann man von einigen Wohnungen aus bis zur Liebesinsel schauen“, hat Christina Rode mit Begeisterung festgestellt.

Trotz einiger Verzögerungen bei den Gründungsarbeiten liege das Vorhaben im Plan. Am 31. Juli soll nach Auskunft der Johanniter Richtfest gefeiert werden. Als zusätzliches Plus wertet die Architektin, dass die in Mirow bekannte Schwester Heidi mit ihrer Sozialstation mit einziehen wird. Gegenwärtig sind die Mitarbeiter der Firma GHI Neustrelitz (Gesellschaft für Hoch- und Ingenierbau) dabei, – sofern nötig – neue Öffnungen für Türen und Fenster herzustellen. Am hinteren Gebäude, das auch mal als Bibliothek genutzt wurde, wird gerade der Dachstuhl errichtet. Nach Herstellen der Wohnungszuschnitte soll auch im Hauptgebäude das Dach inklusive der geplanten Gauben eingedeckt werden. Indes hat es schon viele Nachfragen nach den Wohnungen gegeben. Bislang sei alles noch unverbindlich. Interessierte könnten sich weiter melden, hieß es. Voraussichtlich im November soll das Gesamtobjekt bezugsfertig sein. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon zur Seeseite. „Es soll ein sehr helles, freundliches Haus werden“, freut sich Christina Rode schon auf die Fertigstellung.
 

Quelle: Nordkurier vom 03.07.2009




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