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Wustrower Brand: Hilfe auch zwei Monate danach
Die Betroffenen kamen dank der schnellen Hilfsbereitschaft der Wustrower umgehend im dortigen Neubaublock unter. Inzwischen ist die Familie jedoch nach Neustrelitz umgezogen. Astrid Schröder hat sich mit ihren drei Kindern eine Wohnung in der Kreisstadt genommen. „Das habe ich aus praktischen Überlegungen heraus getan. Meine Eltern wohnen hier, meine Tochter geht hier zur Schule“, berichtet die 35-Jährige, die, wie sie sagt, gerade dabei ist, in ihrer neuen Wohnung „erstmal anzukommen“. Vieles ging beim Brand verloren. „Es kommt öfter vor, dass ich denke, ach ja, das ist auch weg. Aber wenn ich mir jedes Stück vor Augen halte, dann werde ich nie fertig“, sagt sie. Froh ist sie, dass ihre Eltern beim Bergen, beispielsweise ihrer Bücher, geholfen haben. „Sie waren nur nass, meine Eltern haben Seite für Seite getrocknet. Sie sehen zwar nicht mehr aus wie vorher, aber ich kann darin lesen“, sagt sie. Dankbar ist sie allen Helfern und vor allem ihren Freunden. „Ich habe gemerkt, was für tolle Freunde ich habe, die sind sowas von da für mich.“
Das Grundstück in Wustrow liegt da, wie nach dem Brand. Der Kredit läuft weiter, egal ob das Haus bewohnbar ist oder nicht. „Wir wollen uns nochmal an die Versicherung wenden“, teilt die junge Mutter mit. Solange nichts geklärt sei, trage sie einen schweren Rucksack auf dem Rücken.
Doch auch Monate nach dem Brand gibt es noch Helfende: So hat der Neustrelitzer Edeka-Markt auf dem Kühlhausberg einen Teil seiner Tombola-Einnahmen vom jüngsten Sommerfest den Brandopfern zur Verfügung gestellt. 500 Euro wurden in Form von Einkaufsgutscheinen überreicht. Mit dabei waren auch die beiden Jüngsten der Familie, die sich über Schokolade, ein kleines Plüschtier und Luftballons freuten: Maja (3) und Nathan (5). Nele (8) war in der Schule.
Quelle: Nordkurier vom 03.07.2009




