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Großer Wirbel um ein kleines Stück Straße


Wesenberg. Es ist nur ein Teilstück von 677 Metern. Doch für die Anwohner, den ansässigen Kleingartenverein und Tourismusunternehmen hat die Straße vom Wesenberger Abzweig B 198 in Richtung Ahrensberg bis zur Schleuse eine große Bedeutung.

Am Donnerstagabend wurde die mit 90 Prozent geförderte Teilstrecke der Kreisstraße 11, Wesenberg-Ahrensberg, nach mehrmonatiger Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben. Dabei widmete man dem Ereignis nicht nur in der Woblitzstadt viel Aufmerksamkeit, sondern auch in der Landeshauptstadt. Eigens für die feierliche Streckenfreigabe war Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, angereist. In seinem Begrüßungswort klärte der Schweriner Gast zunächst einmal auf, warum die Sache mit soviel Brimborium eingeweiht werde: Angesichts vieler reparaturbedürftiger Kreisstraßen ist die Wesenberger Strecke nur als Tropfen auf den heißen Stein zu verstehen. Doch seien es gerade solche Kleinigkeiten, die

nötig sind. „Wir brauchen mehr solcher Dinge, die so unscheinbar sind“, sagte Rudolph vor den Anliegern, die sich recht zahlreich versammelt hatten.

Das Banddurchschneiden erfolgte dann mehrschneidig. Sowohl Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) als auch der Schweriner Gast hatten sich mit Scheren ausgerüstet. Nach getanem Werk nahmen die Anwohner gern noch ein Erinnerungsstückchen des rot-weißen Absperrmaterials mit nach Hause. Sie hatten in den zurückliegenden Monaten genügend Einschränkungen erfahren. „Das letzte Vierteljahr war stressig. Nun hoffen wir, dass es aufwärts geht“, schilderte Ingo Tiedt, Inhaber der Marina Wesenberg. Besonders froh ist er, dass innerorts auf einer Strecke von 452 Metern ein Rad- und Gehweg in die Fahrbahn integriert wurde, so dass sich die Erreichbarkeit von Marina und Stadt deutlich verbessert haben. Erleichtert zeigten sich auch die Mitglieder der Kleingartenanlage Ahrensberger Weg. Dessen Vorsitzender Volker Tresp lobte die Vorgehensweise der bauausführenden Firma STRABAG AG aus Neubrandenburg. „Wir waren mit den Bauleuten sehr zufrieden. Für uns ist die Straße ja auch von Vorteil, wenn wir zum

Beispiel Unrat rausfahren“, sagte er. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 345 000 Euro, davon stammen 241 000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume“.


 

Quelle: Nordkurier vom 04.07.2009




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