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Haushaltssperren-Ende in Mirow
Bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag Abend im Amtsgebäude in der Breitscheidstraße sprach Karlo Schmettau (FDP) vor den vollzählig erschienenen Stadtvertretern und einigen Mirower Gästen seinen Eid. „Ich möchte überparteilich für alle da sein, fraktionsübergreifend die richtigen Abwägungen finden“, wandte sich Karlo Schmettau danach an die Anwesenden. Er dankte den ehemaligen Stadtvertretern mit Blumen und auch dem langjährigen Bürgermeister Norbert Pape (CDU) für einen „sehr schönen fairen Wahlkampf“. Kurz darauf wurde Peter Heise (SPD), der als ältester Abgeordneter die Ehre hatte, die Sitzung bis zur Vereidigung des Bürgermeisters zu leiten, zum ersten Stellvertreter gewählt. Der Posten des zweiten Stellvertreters wurde mit Gabriele Haack (FDP) besetzt, die in der Mirower Stadtvertreter-Landschaft als neues Gesicht auftaucht.
Während es für die Funktion des ersten Stellvertreters nur einen Vorschlag von Seiten der Abgeordneten, nämlich Peter Heise, gab, gestaltete sich die Wahl der zweiten Vertretung komplizierter. Hier gingen Gabriele Haack und Ruth Kronenberg (CDU) ins Rennen. Gewünscht wurde seitens der Abgeordneten eine geheime Wahl. Somit galt es, Stimmzettel zu verteilen. Und wenig später erhoben sich die Abgeordneten von ihren Plätzen, um zur im Flur bereitstehenden Wahlurne zu gelangen. Der zuvor bestimmte Wahlvorstand zählte aus, und siehe da: eine Enthaltung und sieben Stimmen für jede der beiden Kandidatinnen. Ein zweiter Wahlgang musste her. Noch einmal warfen die Stadtvertreter ihre Zettel ein. Diesmal hatte sich der oder die Enthaltende besonnen. Es stand acht zu sieben – für Gabriele Haack. Und weil im zweiten Wahlgang nicht mehr die absolute Mehrheit, sondern nur noch die einfache Mehrheit nötig ist, wurde sie als Vize-Bürgermeisterin bestätigt.
Nach der Besetzung der einzelnen Ausschüsse schloss der neue Bürgermeister die Sitzung mit der Kunde, dass die Haushaltssperre der Stadt Mirow ab sofort aufgehoben sei. „So gut, wie wir heute sind, war Mirow lange nicht“, sagte Karlo Schmettau, der dies auch als Verdienst des scheidenden Bürgermeisters Norbert Pape sah.
Quelle: Nordkurier vom 09.07.2009




