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Töpfern - Zeit zum Entspannen


Nichts mit schnell, schnell fertig werden. Gut Ding braucht Weile, heißt die Devise bei Karin Stößer in Wustrow, die einmal die Woche zum Töpfern einlädt.

Wustrow. Nichts mit schnell, schnell fertig werden. Gut Ding braucht Weile, heißt die Devise bei Karin Stößer in Wustrow, die einmal die Woche zum Töpfern einlädt. Die Diplom-Entspannungspädagogin leitet derzeit eine Töpfergruppe von vier Frauen, die Freude daran haben, gemeinsam kreativ zu sein. Besonders in der Vorweihnachtszeit macht das Arbeiten mit Ton viel Spaß und bietet jede Menge Entfaltungsmöglichkeiten. So werden Kerzenständer geformt, Schalen oder Miniatur-Kirchen gefertigt, die dann durch ein Licht von innen erhellt werden können.
Die jetzige Gruppe hat sich den Montag ausgeguckt, wobei sich das Angebot von einem herkömmlichen Töpferkurs an Volkshochschulen unterscheidet. „Wir sind kein Kurs, die Frauen bleiben solange sitzen wie sie möchten. Und manchmal gibt es auch einen Sekt“, erzählt Karin Stößer, die gern noch eine weitere Gruppe anleiten würde. Allerdings sei sie dabei wieder auf vier Personen beschränkt. An welchem Tag getöpfert wird, hängt von den Wünschen der Teilnehmer ab.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch Material kann vor Ort erworben werden. „Ich habe alles hier, selbst eine Schürze bekommt man bei mir“, bietet die einstige Rostockerin an, die 15 Jahre in Bremen zu Hause war und nun fast drei Jahre schon in Wustrow wohnt. Inzwischen habe sie „ihre“ Frauen auch so weit, dass diese nicht unbedingt immer gleich am selben Abend mit einem Werkstück fertig werden wollen. „Wir wollen nicht auf Masse arbeiten, sondern genießen“, betont Karin Stößer. Wenn die Exponate eine Woche in Folie stehen bleiben, seien sie lederhart und ließen sich noch besser glätten, erklärt die 57-Jährige. Gut 14 Tage müssen fertige Gegenstände dann trocknen, ehe sie gebrannt werden können. Der Fachmann spricht vom Schrübrand. Dann kann das Kunstwerk noch glasiert werden, ehe es für den Gebrauch zur Verfügung steht. Anmeldungen unter Telefon 039828 26430.

 

Quelle: Nordkurier vom 16.11.2007




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