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Kakeldütt: Angler frustriert


Blankenförde. Die Mitglieder des Angelvereins Kakeldütt sind verärgert. Jahrelang hatten sie ihrem Hobby in Gewässern im Müritz-Nationalpark nach Lust und Laune frönen können.

Im Saefkow, Wenschsee, Brillensee, Madensee, Teufelskrug, Krummen See – überall waren die Petrijünger zu Hause. Doch nach Auslaufen der alten Angelberechtigungskarten, für deren Ausgabe nun nicht mehr der ansässige Fischer sondern das Nationalparkamt zuständig ist, wurde ihnen das Angelrecht für zahlreiche Seen nicht mehr erteilt. Lediglich ein Abschnitt der Havel bis zur Fischerei Babke sowie der Görtowsee sei geblieben, beklagt Vereinsvorsitzender Bodo Piotter. Zudem wäre der Jäthensee freigegeben. Doch das genüge nicht. Der Anglerchef weiß, wie sehr es in seiner Gemeinschaft brodelt. Die 35 Mitglieder, die vorwiegend aus Blankenförde, aber auch aus Babke, Neustrelitz, Neubrandenburg und Wolfsburg stammen, fühlen sich in ihrer Freiheit beschnitten. „Man hat immer mehr Einschränkungen, darf kaum

noch Pilze sammeln, der Nationalpark will uns wohl den Hahn zudrehen“, vermutet der Anglerchef, der seinen 1992 gegründeten Verein mangels attraktiver Gewässer schon vor dem Aus stehen sieht.

Das Nationalparkamt hingegen zeigte sich überrascht ob des Aufbegehrens. „Wir dachten, wir hätten einen Kompromiss gefunden“, hieß es bei einer ersten Anfrage des Nordkurier aus dem Amt. Schließlich sei bereits länger verhandelt worden. Da sich der zuständige Mitarbeiter, der die Gespräche führte, gegenwärtig im Urlaub befindet, gab Volker Spicher, Mitarbeiter im Sachgebiet für Flächenentwicklung und Schutzzweckrealisierung, Auskunft. Er bestätigte, dass vor allem kleinere Seen, die schwer erreichbar sind und zumeist in der Kernzone liegen, aus der Nutzung genommen wurden. Andersherum sei der Nationalpark auf bestimmte Forderungen der Angler aber eingegangen. In einer Reihe von Seen könnte weiter geangelt werden. „Wir erkennen nicht, dass die Einschränkung so groß ist, dass man nicht mehr angeln kann“, sagte Spicher. Der Schutz besagter Gewässer sei in den Planungsaussagen des Nationalparks verankert. Grundsätzlich bleibe das Nationalparkamt aber gesprächsbereit, „wobei ich den

Handlungsspielraum als nicht sehr groß ansehe“, schränkte Spicher ein.
 
Quelle: Nordkurier vom 11.07.2009




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