Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
„Wir wünschen, dass der soziale Punkt bleibt“
War es doch die Zeitungsschreiberin, die – noch gar nicht ganz im Gemeindezentrum angekommen – per Handy die Information erhielt, dass das Aus des Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide besiegelt ist. Sogleich wurde die Neuigkeit weiter gegeben. Und die zahlreich erschienenen Damen und Herren am Tisch reagierten mit vorsichtiger Freude. Als schließlich abermals das Handy klingelte, wurde es glaubhafte Gewissheit. Und es dauerte eine Weile, ehe man sich vor lauter Begeisterung wieder anderen Themen zuwenden konnte.
Dann gab es aber doch viel zu erzählen. Eine „Sache“ lag den Anwesenden ganz besonders am Herzen: ihre Evi. Gemeint ist Evelyn Schulz (51), die gute Seele im Dorf, die sich um alles kümmert. Auch am Donnerstag lief sie mit der Kaffeekanne, holte Gedecke herbei… „Wir sind hier eine große Familie“, meinte sie, als sei alles selbstverständlich. Hervorgegangen ist ihr Engagement im Dorf aus Tätigkeiten, die sie über die Ipse hatte. Doch das, was sie aufgebaut hat beziehungsweise am Laufen hielt (auch vor ihr gab es schon eine rührige Organisatorin), wollte sie nicht einfach so einschlafen lassen. Sie blieb bei der Stange, organisiert weiter Fasching, Weihnachtsfeiern, Treffen, Ausflüge, Bastelnachmittage, Fußpflege und hält Kontakt zur Stadt Mirow, dem Amt, der IPSE – alles unentgeltlich.
Doch an dieser Stelle bringen sich die Kaffeegäste ein. „Es ist unser aller Wunsch, dass der Soziale Punkt erhalten bleibt und unsere Evi einen Obolus bekommt“, sagte Maria Otto stellvertretend für die anderen in der Runde. „Psst, bist Du still…“, winkt Evelyn Schulz ab. Dann lenkt sie das Gespräch auf andere Belange, die im Dorf von Bedeutung sind.
So müsste nicht nur die Brücke, sondern auch der Wanderweg zwischen Fleeth und Diemitz hergerichtet werden. Vielleicht könnte sich die ARGE einbringen? regt sie an. Urlauberin Anke Dittmar, die aus Nordrhein-Westfalen stammt, aber schon halbe Diemitzerin ist, wünschte sich für den Strand frischen Sand und dass die Klettergerüste einmal generalüberholt werden. Dass es am Strand seit einiger Zeit ein Dixi-Klo gibt, werde gut angenommen, wusste sie. Und die Einheimischen freuen sich, dass weniger Hinterlassenschaften in den Büschen liegen. Hella Rahn machte darauf aufmerksam, dass in Richtung Wummsee zum Wald Bänke fehlen. „Als älterer Mensch will man sich mal setzen“, sagt sie.
Und dann haben die Diemitzer und Fleether einen gemeinsamen Wunsch: nämlich, dass die Schandflecken verschwinden: die abgebrannte Mühle in Fleeth und das im Wald gelegene, marode ehemalige Minol-Ferienlager.
Quelle: Nordkurier vom 11.07.2009




