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Forstamt rechnet mit reichlich Saat
Die Zweige sitzen voller Bucheckern, biegen sich unter der Last auffällig nach unten.
Doch nicht nur bei den Buchen kann auf eine reiche Samen-Ernte gehofft werden. Auch Kiefern, Douglasien und Eichen bilden besonders viele Früchte aus, so dass man im Mirower Forstamt guter Hoffnung ist, die Baumschulen im Land beliefern zu können und auch Anfragen aus Schleswig- Holstein gerecht zu werden. „Dass die Bäume flächendeckend so voll hängen, ist schon etwas Besonders“, berichtet Forstamtsleiterin Angela Wilke.
Das letzte Jahr, in dem einigermaßen Saatgut gewonnen werden konnte, war 2005/06. Aber da handelte es sich lediglich um Einzelbäume, wie der Peetscher Revierförster Jens Wehden erläutert – nicht zu vergleichen mit der jetzt zu erwartenden Ausbeute. Doch bevor die Netze für die Ernte ausgebreitet werden können oder Zapfenpflücker die Wipfel zum Pflücken der Früchte erklimmen, musste sich das Forstamt um die erforderliche Anerkennung der Bestände bemühen. So war Angela Wilke kürzlich mit Vertretern der Saatgut-Kommission des Landes in den Revieren unterwegs, um die in Frage kommenden Wälder einer Sichtprüfung zu unterziehen. „Voraussetzung für das Erlangen der Anerkennung ist, dass die Bestände einen ansehnlichen Eindruck machen und die Bäume vital, sprich gesund, sind“, erklärt die Forstamtsleiterin. Auch das Alter, die Flächengröße und die vorhandene Baumzahl spiele eine Rolle. Dabei ist es egal, ob es sich um Landesforst, Privatwald oder eine andere Eigentumsform handelt. Jeder
Waldbesitzer kann sich um die Anerkennung bemühen.
Was den Mirower Holm angeht, so wird die Ernte hier aller Voraussicht nach besonders ergiebig ausfallen. Die anerkannte Fläche bei den Douglasien umfasst 0,7 Hektar, bei der Lärche rund 1 Hektar, bei der Kiefer 5,6 Hektar und bei der Rotbuche 6 Hektar. „Das ist für ein Revier schon recht viel“, verdeutlicht die Forstamtsleiterin, die zum Vergleich die Zahlen von ganz Mecklenburg-Vorpommern nennt: Hier sind insgesamt 1770 Hektar als Saatgutbestände eingestuft.
Quelle: Nordkurier vom 25.07.2009




