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Nichts verraten aus dem Hauptbuch der Schule
Von 1949 bis zur Schließung der Schule 1970 wurde dieses Hauptbuch geführt. Am Sonnabend war es beim Sommerfest der Dörfer der Gemeinde Roggentin Grundlage für ein Bühnenstück, das den Zuschauern viel Spaß machte und darum viel Applaus erhielt. Die Lehrer Regina Maaß, Hans-Peter Maaß und Regina Bechlin hatten sich vorgenommen, Einwohnern der Gemeinde, die einst in die alte Schule eingeschult wurden, ein zweites Mal eine Schultüte zu überreichen. Und schließlich füllte sich die Bühne mit zahlreichen „Altschülern“, die dabei auch ihren Spaß hatten.
Als die alte Schule 1970 geschlossen wurde, brachte die Lehrerin Helga Müller das Hauptbuch in Sicherheit, ihr ist es zu verdanken, dass es erhalten blieb. Die Geschichte mit der Einschulung passte auch deshalb so gut zum Fest, weil sich der Blankenförder Festplatz unmittelbar neben der alten Schule befindet. Sie ist bereits teilweise saniert, die Nationalpark-Information ist heute dort untergebracht. „Die Sanierung des Innenraums soll mit Hilfe von Mitteln aus dem EU-Leader-Programm weitergehen, das hat einen sehr konkreten Stand erreicht“, sagte Bürgermeister Henry Tesch (CDU) zum weiteren Vorgehen. In seiner kurzen Begrüßungsrede hob er hervor, dass vor ein paar Jahren wohl niemand auf die Idee gekommen wäre, an der heruntergekommenen Schule zu feiern. Aber jetzt ist dort ein attraktives Ensemble entstanden, über die neue Treppe sind es nur ein paar Schritte zur Kirche, eine Bühne entstand, die verfallene Scheune wurde abgerissen, zählte der Bürgermeister auf. Und er zitierte aus
einem Gedicht, das die Blankenförderin Elise Bredow höchstwahrscheinlich 1964 schrieb: Da drehte sich alles im Dorf nur um den allgegenwärtigen Sand…
2010 findet das Sommerfest in Roggentin statt, das wurde ausgelost. Jeder Ort ist einmal dran – das beflügelt die Einwohner, sich interessante Höhepunkte auszudenken und den Festplatz schön zu gestalten – wie am Sonnabend in Blankenförde, lobte Henry Tesch.
Quelle: Nordkurier vom 03.08.2009




